Lukas Pichler (23) aus Kirchbach im Waldviertel

© Jürgen Zahrl

Chronik | Niederösterreich
03/17/2019

Waldviertler knackt Bestmarke im Jonglieren auf zwei Skiern

In wenigen Wochen wird der 23-jährige Lukas Pichler aus Kirchbach wissen, ob sein Versuch als Weltrekord gewertet wird.

Schon als Kind hatte Lukas Pichler aus Kirchbach, Bezirk Zwettl, NÖ, den großen Traum, eines Tages als Rekordhalter den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde zu schaffen. „Ich hab’ diese Bücher immer gerne gelesen und mir oft überlegt, wie ich das selber schaffen könnte“, erzählt der 23-jährige Waldviertler. Seit Samstagvormittag ist er seinem Herzenswunsch einen großen Schritt näher gekommen. Er übertraf im Jonglieren mit drei Bällen auf zwei Skiern die Bestmarke um 69 Meter. Der bisherige Weltrekord liegt bei einer Entfernung von 500 Metern. Innerhalb einer bestimmten Frist wird feststehen, ob seine aufgestellte Distanz anerkannt wird.

Um den Weltrekordversuch zu schaffen, hat Pichler nichts dem Zufall überlassen. Die Pistenbetreiber im Skidorf Kirchbach halfen beim Ausstecken des Torlaufs, Ziviltechniker übernahmen die GPS-genaue Vermessung des Kurses und die beiden Zeugen – Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger und Bundesrätin Andrea Wagner – beobachteten beim Rekordversuch jede einzelne Handbewegung.

Dauerregen

Nur das Wetter spielte nicht mit. Trotz des Dauerregens ließ sich der 23-Jährige nicht aus der Ruhe bringen. Seit dem vergangenen Sommer trainierte er das Jonglieren in Extremsituationen. „Stundenlang habe ich mich damit beschäftigt, die Abläufe mit den drei Bällen möglichst zu automatisieren“, erklärt Pichler. Während er von 50 bis 60 Zusehern angefeuert wurde, fuhr er konzentriert und umringt von mehreren, filmenden Skifahrern, die Piste hinunter. Schon der erste Versuch gelang. Nach 569 Metern und wenigen Minuten war Pichler freudestrahlend im Ziel. „Somit ist der Rekord geknackt“, sagte Pichler zum KURIER. Zu den ersten Gratulanten gehörte Franz Jahn, Geschäftsführer des Skidorfs Kirchbach. Spätestens in zwölf Wochen wird er wissen, ob die Prüfkommission bei „Guinness World Records“ das Resultat bestätigt.