Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Waldbrand in hochalpinem Gelände

Göstling/Ybbs - Auf über 1400 Meter Seehöhe orteten Sonntagnacht Passanten im Tal am Dürrnstein (Bezirk Scheibbs) Feuerschein. Bei der Feuerwehr Göstling herrschte gegen 23 Uhr höchste Alarmstufe, denn im betroffenen Gebiet befindest sich die bekannte Ybbstalerhütte.

Vom Feuer betroffen war zum Glück nur Unterholz und nicht die Schutzhütte oder die Halterhütte der Weidegenossenschaft Dürrnstein. "Diese Hütte haben wir als Unterstand für die Nacht genutzt. Löschen war in der Finsternis nicht möglich, wir hielten die Glutnester unter Kontrolle", berichtete der Göstlinger Feuerwehrkommandant Reinhard Blamauer. Zum Glück legte sich der Wind und es gab sogar etwas Niederschlag. Morgennebel verhinderte den Einsatz der Fluglöschtruppe der Feuerwehren.

Also mussten 50 Mann der Wehren aus Göstling, Lassing, Lunz und Amstetten zum Teil mit Löschrucksäcken auf den Berg geschafftes Wasser zu den großflächigen Brandstellen schleppen. Am späten gestrigen Nachmittag konnten die Löschmannschaften wieder einrücken.

Eine Fläche von 300 Mal 250 m ist verbrannt. Brandursache dürfte ein schlecht gelöschtes Feuer, das Bauern am Samstag zum Abbrennen von Käferholz gemacht hatten, gewesen sein.