Chronik | Niederösterreich
03/24/2019

Wahltag: Stockerau wählt neuen Gemeinderat

Bis 16 Uhr kann in Stockerau gewählt werden. Alles spitzt sich auf Duell zwischen ÖVP und SPÖ zu.

Während sich der Stockerauer SPÖ-Spitzenkandidat Othmar Holzer im Wahlkampfendspurt die Hilfe von SPNÖ-Landesparteiobmann Franz Schnabl holte, setzte dessen größte Widersacherin, Andrea Völkl (ÖVP), auf Hilfe von ganz oben. Nicht nur Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und zahlreiche Landtagsabgeordnete der ÖVP kamen, um mit Völkl den Wahlkampf zu bestreiten, sondern sogar Bundeskanzler Sebastian Kurz war in Stockerau zu Besuch.

Am Wahltag selbst zeigen sich die beiden Spitzenkandidaten ihrer Parteien und aussichtsreichsten Anwärter auf den Bürgermeister-Posten durchwegs entspannt. Wie es der Zufall wollte, mussten sowohl Andrea Völkl als auch Othmar Holzer im gleichen Wahllokal ihre Stimme abgeben. 

Nach dem Urnengang steht bei beiden Kandidaten, bis zur Ergebnisbekanntgabe um etwa 17.30 Uhr, die Familie im Vordergrund. "Ich werde jetzt mit meinem Sohn zu Mittag essen, dann bin ich in der Parteizentrale und verbringe dort die restlichen Stunden, bis es ins Rathaus zur Bekanntgabe geht", erzählt Völkl. Nervös ist die ÖVP-Spitzenkandidatin nur mäßig: "Wir haben im Wahlkampf alles getan, um unsere Botschaft zu vermitteln und ich bin voller positiver Vorfreude auf den Ende des Wahltages."

"Wie bei einem Fußballmatch"

SP-Stadtrat Othmar Holzer, der aktuell die Funktion des Bürgermeisters inne hat, bringt zunächst seine Mutter mit dem Auto ins Wahllokal zur Stimmabgabe. Danach steht auch für den Präsidenten des örtlichen Fußballvereins SV Stockerau die Familie ganz oben: "Wir gehen gemeinsam Mittagessen und dann werde ich mich etwas mit dem Enkerl beschäftigen, ehe es ins Rathaus geht." 

Dort möchte Holzer nicht nur auf das Endergebnis der Wahl warten, sondern auch helfen, falls Hilfe gebracht wird: "Als Leiter der Wahlbehörde gibt es sicher genug Arbeit."

Nervosität ist für den SPÖ-Politiker kein Fremdwort. Allerdings hat er in seiner Funktion als Fußballvereinpräsident gelernt, damit umzugehen: "Die Anspannung ist ähnlich, wie bei einem Fußballmatch. Natürlich ist man nervös, aber das ist eine positive Vorfreude, auf das was kommt."

 

Erste Reaktionen nach der Auszählung

Andrea Völkl, ÖVP, ist die Siegerin des Tages mit  45,4 Prozent Zustimmung (4007 Stimmen), ohne Wahlkarten."Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Endergebnis so klar ausfällt, aber es hat sich gezeigt, dass das viele Laufen und Sprechen mit den Bürgern Früchte trägt", sagt die Wahlsiegerin.

Othmar Holzer von der SPÖ über die Niederlage: "Ich hatte nur wenig Zeit die Verfehlungen meines Vorgängers aufzuarbeiten. Ich bin enttäuscht, dass das Ergebnis so klar ausgefallen ist, aber rund 2500 Stockerauer haben uns die Zustimmung gegeben und für die werden wir in kleinerer Zahl im Gemeinderat arbeiten."