Chronik | Niederösterreich
17.11.2018

Vor Start in die Wintersaison: „Haben genug Schneekanonen“

Niederösterreich wartet auf den Wintereinbruch, um noch vor Weihnachten die Skisaison zu starten

Ein Kälteeinbruch ist angekündigt. In Niederösterreichs Skigebieten wartet man schon darauf, um endlich die Schneekanonen anwerfen zu können. Vorbereitet ist man, wie Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) in der KURIER-Serie „Warum eigentlich...?“ auf SchauTV erklärt: „Wir sind alle vorbereitet, weil wir rechtzeitig darauf geschaut haben, dass wir entsprechend Schneekanonen haben, um den ersten Kälteeinbruch zu nutzen und Schnee als Unterlage für eine hoffentlich lange Skisaison zu produzieren.“

Für Bohuslav wird es eine spannende Saison, weil es darum geht, den Besucher- und Nächtigungsrekord des Vorjahres zu überbieten. Da hatte man mit 2,8 Millionen Nächtigungen das bisher beste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Bohuslav: „Im Vorjahr war die gesamte Tourismussaison großartig, weil wir erstmals über sieben Millionen Nächtigungen hatten.“ Auch heuer liege man bereits um 2,5 Prozent über dem Jahr 2017.

Die Wiener und die Niederösterreicher selbst sind im Winter noch immer der Hauptzielmarkt. Aber auch immer mehr Skifahrer aus Ländern wie Tschechien, der Slowakei oder Ungarn planen Kurzurlaube in Niederösterreichs Skiregionen. „Es sind sehr stark die Familien, die zu uns kommen, als Tagestouristen und als Kurzurlauber“, sagt Bohuslav.

"Warum eigentlich, Frau Bohuslav?"

Problem Schul-Skikurse

Neu orientieren muss man sich aber bei den Schul-Skikursen. Bohuslav: „Die Schul-Skikurse sind eine spezielle Herausforderung durch den demografischen Wandel, den wir gerade in unserer Gesellschaft erleben. Es gibt sehr viele Migrantinnen und Migranten, deren Kinder mit dem Wintersport nicht viel zu tun haben.“ Damit schwindet für ganze Schulklassen die Motivation, an Wintersportwochen teilzunehmen. Deswegen wurden Initiativen wie „Volksschulen zum Schnee“ ins Leben gerufen, um diese Kinder zum Skifahren und Snowboarden zu ermuntern.

Wenn es um den Wintersport geht, dann werden auch heuer die Blicke gespannt auf den Semmering gerichtet sein. Im Vorjahr waren die Betreiber aus der Ukraine eher durch Pannen aufgefallen. Heuer gehen sie aber zuversichtlich in die Wintersaison. Bohuslav dazu: „Faktum ist, dass wir uns sehr stark auf den Ski-Weltcup, der zu Weihnachten wieder bei uns am Semmering zu Gast ist, konzentriert haben und weiter konzentrieren. Da schaut es gut aus, weil die Gesellschafter etliche Schneekanonen gekauft haben, um die Vorbereitungen zu starten, wenn es kühler wird.“

Weniger gut sieht es beim Hotel Panhans aus, das trotz Ankündigungen nicht so schnell fertig sein wird. Bohuslav: „Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf. Immer wieder gibt es Signale, dass hier seitens der ukrainischen Eigentümer etwas passiert.“