Chronik Niederösterreich
09/17/2012

„Unser Trinkwasser hat eine Topqualität“

Teile des Grundwassers der Region sind mit Pestiziden belastet. Die EVN trafdaher entsprechende Vorkehrungen.

Seit zwei Jahren sind Teile des Korneuburger Grundwassers mit einem Insektizid (Thiamethoxam) und seit jüngster Zeit auch noch durch das Pflanzengift (Herbizid) Clopyralid belastet, laut Untersuchungen, die, wie berichtet, Global 2000 in Auftrag gegeben hatte.

Der Messwert von Clopyralid entspricht laut Helmut Burtscher, dem Umweltchemiker von Global 2000, dem 570-fachen des Grenzwertes, ab dem ein Grundwasser als pestizidbelastet gilt. Global 2000 forderte die Staatsanwaltschaft auf, umgehend der Sache nachzugehen.

Dementi

Die festgestellten Werte an Thiamethoxam im Stadtgebiet Korneuburg seien aufgrund der Fließgeschwindigkeit des Grundwassers aber nicht mit dem Zwischenfall vom August 2010 im Kwizda Agro Werk in Zusammenhang zu bringen, bei dem bekanntlich Thiamethoxam ins Grundwasser gelangte, stellt der Pharmakonzern in einer Aussendung fest.

Ringleitungen

Im Raum Korneuburg versorgt EVN Wasser über 50.000 Menschen mit Trinkwasser. „Dieses Wasser hat Topqualität und stammt aus den Brunnenfeldern Palt bei Göttweig und Mollersdorf bei Tulln“, sagt EVN-Konzersprecher Stefan ZAch. EVN Wasser habe in den letzten Jahren große Quellen und Brunnenfelder in wasserreichen Regionen Niederösterreichs erschlossen und sie mit Ringleitungen verbunden. Dadurch könne ein Ausgleich zwischen der Regionen erzielt werden, sagt Zach, der damit auf Aussagen reagiert, die eine mögliche Gefährdung der Brunnen der EVN im Bereich Bisamberg sehen.

Zach: „EVN Wasser kann im Fall von Problemen mit einzelnen Quellen und Brunnenfeldern diese sofort außer Betrieb nehmen und ihre Kunden mit Wasser aus anderen Regionen beliefern.“ So sei etwa das Brunnenfeld Bisamberg, das normalerweise für den Korneuburger Raum eingesetzt wird, derzeit außer Betrieb.

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