Chronik | Niederösterreich
20.06.2018

Trinkwasser in Baden verunreinigt: Behörden raten von Konsum ab

Bei einer von fünf Proben wurden Bakterien gefunden. Die Ursache ist noch unklar

Die städtischen Behörden raten derzeit in Teilen von Baden davon ab, das Trinkwasser zu konsumieren. Am Mittwoch musste die städtische Feuerwehr mit Lautsprecherwagen ausrücken, um die Bevölkerung darüber zu informieren. Außerdem wurden Flugzettel verteilt. Bei einer von fünf Proben, die routinemäßig gezogen werden, wurde eine Verunreinigung mit Enterokokken und coliformen Bakterien festgestellt. Dabei handelte es sich um eine Probe im Leopoldsbad.

Betroffen ist vor allem das Stadtgebiet nördlich der Schwechat und östlich der Vöslauer Straße. Dort wurden auch die öffentlichen Trinkbrunnen gesperrt.

Bis zur Abklärung der Situation soll das Wasser nur dann getrunken oder zum Kochen verwendet werden, wenn es vorher ausreichend desinfiziert wurde. Soll heißen: Es sollte zumindest drei Minuten lang abgekocht werden.

„Die Ursache der Verunreinigung ist noch unklar“, hieß es Mittwochabend bei der Stadtpolizei Baden. Ebenso, wie lange die Vorsichtsmaßnahme aufrecht erhalten werden muss. Demnächst sollen weitere Kontrollen durchgeführt werden.

Der Vorfall sorgte für große Verunsicherung in der Bevölkerung. Aufgrund der Vielzahl der Anfragen war am Mittwochabend die Homepage der Stadt zeitweilig offline.