Tresoreinbruch und Raubüberfall: "Spontanaktion"

Prozess - Jugendkriminalität in Amstetten, bedingte Haftstrafen für drei Burschen

"Es war eine Spontanaktion", sagt einer der Angeklagten. Spontan mögen drei Burschen im Alter von 16 bis 18 aus Amstetten einen Gleichaltrigen brutal überfallen und ausgeraubt haben. Aber spontan war beileibe nicht ein Einbruch in der Metallfirma Reischauer, bei dem zwei der Gruppe erfolglos versuchten, den Standtresor zu knacken.

Die Gewalttat hatte sich am 25. April in Amstetten ereignet. Angetrunken umkreiste n die drei einen Burschen, schlugen ihn nieder, einer fixierte ihn am Boden und die anderen plünderten die Taschen des Opfers. Einen weiteren Raubüberfall beging einer der Angeklagten alleine.

Mit dem Einbruch am 19. April wollten die Jungganoven den großen Coup landen. Der Wortführer konnte als Schlosserlehrling mit dem Firmenschlüssel dienen. Der Versuch, die Rückwand des Panzerschranks mit einer Flex aufzuschneiden, misslang ebenso wie der Versuch, das Schloss aufzubohren. Urteil: Je zwei Jahre bedingte Haft für die Hauptbeteiligten und fünf Monate bedingt für den Mitläufer - nicht rechtskräftig.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011