Tochter überlebte nur, weil sie nicht heimkam
Nach der Bluttat mit drei Toten im Bezirk Gänserndorf stehen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen vor dem Abschluss. Auch die Obduktion der drei Leichen am Freitag hat keine neuen Aufschlüsse über das Motiv gebracht. Eine schwere Krebserkrankung oder gar ein Gehirntumor, wie von Medien ins Spiel gebracht, war es mit Sicherheit nicht. Der Amokschütze Helmut B. (47) hatte keinerlei lebensbedrohlichen Krankheiten.
Offenbar hatte B. den Plan verfolgt, seine gesamte Familie mit in den Tod zu nehmen. Deshalb dürfte er am Mittwoch auch die 24-jährige Tochter, die sich in Wien aufhielt, angerufen haben um sie zum nach Hause kommen zu bewegen. „Sie hat wohl nur überlebt, weil sie das nicht tat“, so ein Ermittler.
Laut Obduktion hat Helmut B. seine 48-jährige Frau mit einem Kopfschuss getötet. Danach ist er ins ausgebaute Dachgeschoß und hat seiner 23-jährigen Tochter zwei Mal in den Kopf geschossen.
Er selbst richtete sich danach ebenfalls mit einem Kopfschuss. Als Tatwaffe diente B.s legal zugelassene Pistole Marke Star, Kaliber 9 Millimeter. Dass der Mann geschossen hatte, beweisen auch die Schmauchspuren an seiner Hand.
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