Chronik | Niederösterreich
19.11.2018

Tierquälerei in Schwechat: Krähe von Pfeil durchbohrt

Spaziergänger fanden das verletzte Tier. "Maxi" wird nun in der Greifvogelstation Haringsee versorgt. Die Polizei ermittelt.

Nach einem brutalen Fall von Tierquälerei ermittelt nun die Polizei in Schwechat. Eine Saatkrähe war im Felmayergarten von einem Pfeil durchbohrt und einfach liegen gelassen worden. Spaziergänger fanden das schwer verletzte Tier. "Maxi" wird nun in der Greifvogelstation Haringsee aufgepäppelt. Ob jedoch sein verletztes Bein amputiert werden muss, ist noch unklar.

"Vergangenen Donnerstag war eine Familie mit zwei Kindern spazieren und den Kindern ist die Krähe aufgefallen", schildert Kerstin König, Obfrau des Tierschutzvereins Katzfatz aus Klein-Neusiedl und Kooperationspartnerin der Tierrettung. Der Vogel sei nicht weggeflogen. Schließlich hätten die Kinder den Pfeil bemerkt und den Notruf alarmiert.

König war zufällig selbst vor Ort und kümmerte sich um die verletzte Krähe. "Das Tier war am Fuß getroffen worden. Er war komplett durchbohrt", schildert sie. Noch im Park kürzte sie den rund 70 Zentimeter langen Pfeil und brachte den Vogel zum Tierarzt. Dort wurde "Maxi", wie König die Krähe taufte, versorgt.

 

"Wir sind total schockiert", sagt die Tierschutzvereins-Obfrau. Sie erstattete Anzeige wegen Tierquälerei. Denn sie glaubt, dass bewusst auf das Tier gezielt wurde. "Der Pfeil hat mindestens schon 24 Stunden im Fleisch gesteckt", schildert König. "Das macht doch kein normaler Mensch." Im Felmayergarten würden Kinder Ballspielen und Leute mit den Hunden spazieren gehen. Wer dort mit Pfeil und Bogen schieße, könnte auch andere verletzen. "Das muss dort passiert sein, weil das Tier war flugunfähig."

Laut Polizei gehen die Ermittlungen in alle Richtungen.