© dpa/David Ebener

Ermittlungen
10/24/2013

Tausende Karpfen verschwunden

Auf Fische dürften es Kriminelle im Mostviertel abgesehen haben. Tausende Tiere verschwunden, Experten rätseln.

Dass Einbrecher derzeit im Schutze der frühen Dunkelheit wieder verstärkt auf Beutetour unterwegs sind, ist für die Ermittler in Niederösterreich praktisch Routine. Nicht alltäglich für die Polizei sind allerdings zwei Coups, die bei den Fischern im Mostviertel jetzt für großes Aufsehen sorgen. Wie der KURIER berichtete verschwanden zuerst aus einem Teich in Hofamt Priel sage und schreibe 2000 Karpfen mit einem Gesamtgewicht von rund vier Tonnen. Der Schaden beträgt rund 8000 Euro.

Kein Kinderspiel

Für Experten ist der Fall allerdings rätselhaft. Denn so viele Tiere einzufangen und anschließend auch noch abzutransportieren ist alles andere als ein Kinderspiel. „Dazu braucht man zehn bis fünfzehn Leute und große Behältnisse, in die man die Fische reingeben kann“, sagt Gregor Gravogl, Geschäftsführer des nö. Fischereiverbandes.

Er glaubt auch nicht, dass mittels Elektrofischen (dabei wird durch das Wasser Gleichstrom geleitet, die im Stromkreis befindlichen Fische schwimmen zur Anode, Anm.) die Tat verübt wurde. Raubvögel, die den Teich leergeputzt haben könnten, schließt man wiederum bei der Polizei aus. „Da hätte es auf alle Fälle Spuren gegeben“, heißt es auf Nachfrage.

Während die Polizisten in Hofamt Priel noch damit beschäftigt waren, den Tatort unter die Lupe zu nehmen, tauchte schon die nächste Meldung über verschwundene Fische auf. Und wieder dürften Ganoven in der Region unterwegs gewesen sein. Dieses Mal erlebte laut ORF eine Familie aus Texingtal eine böse Überraschung. Als sie sich vergangenen Sonntag zur Fischfütterung begaben, waren weit und breit keine Tiere mehr zu sehen. Insgesamt sollen Hunderte Forellen fehlen. Die Züchter gehen davon aus, dass eine Diebesbande am Werk gewesen sein muss. „Solche Diebstähle kommen allerdings nur sehr selten vor“, berichtet ein Ermittler aus dem Bezirk Melk.

Die Fahnder hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Diese werden unter 059133/3141 entgegengenommen.

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