Straßenbauer will Firmen holen

In Kooperation mit den Gemeinden möchte die Bonaventura das Potenzial der Weinviertel-Autobahn erhöhen.

Was macht ein Banker bei der Bonaventura? Beim Banker handelt es sich um Andreas Stark. Er ist studierter Betriebswirt und verdiente sich seine ersten Sporen, als er den türkischen Flughafen Antalya von einem reinen "Sommerflugplatz" für Touristen zu einer Ganzjahresdestination entwickelte und damit die Anzahl der Reisenden von sieben auf 14 Millionen verdoppelte.

Von der Bonaventura, die im Rahmen eines PPP Projektes (Public Privat Partnership) im Auftrag der Republik die A 5 Süd, die S 1 Ost und die S 1 West sowie die S 2 errichtete und jetzt auch 30 Jahre lang die 51 Kilometer lange Strecke erhalten muss, erwartet man sich eher, dass sie jetzt einen Straßenmeister und nicht einen Finanzfachmann einstellt.

Wäre da nicht der Umstand, dass die Bonaventura, das Geld - nahezu eine Milliarde Euro - die sie in den Bau der Hochleistungsstraßen investierte, jetzt von der ASFiNAG in Form einer so genannten "Schattenmaut" zurück erhält. Das heißt: Die ASFiNAG hebt die Maut auf dieser Strecke ein und überweist sie an die Bonaventura. Nur: Durch den ins Stocken geratenen Weiterbau der A 5 und die Abflachung der Konjunktur sind auf dem berühmten "Y" weit weniger Lkw, Busse und Autos unterwegs, als seinerzeit hochgerechnet.

Die Bonaventura sitzt daher im selben Boot mit all jenen Gemeinden entlang dieser Strecke, die sich durch Betriebsansiedelungen ihr Budget aufbessern möchten.

"Ich bin allen Bürgermeistern bei ihren Bemühungen, Betriebe anzusiedeln, gerne behilflich", sagt Bonaventura-Geschäftsführer Stark.

Licht am Ende des Tunnels naht: 2012 eröffnet das "G 3" Shoppingcenter in Gerasdorf (das viertgrößte Österreichs), 2013 folgt die Landesausstellung "Brot und Wein" in Poysdorf und Asparn.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011