Der ausgewachsene Bock bringt etwa 60 Kilogramm auf die Waage.

© Stefan Straka

artfremd
02/05/2014

Steinbock „Ferdi“ wird mit Narkosepfeil betäubt

Die Behörde gibt jetzt grünes Licht, um ein harmloses Alpentier im Weinviertel einzufangen.

von Stefan Straka

Seit Wochen sorgt im Weinviertel ein ausgewachsener Steinbock für Aufregung. Denn das harmlose Tier, das in Österreichs Bergen heimisch ist, taucht immer wieder in der Nähe von Siedlungen auf und lässt sich auch füttern. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn beschlossen, der Freiheit des Steinbocks, den die Einheimischen „Ferdi“ nennen, ein Ende zu setzen. Experten wurden beauftragt, „Ferdi“ mit einem Narkosegewehr einzufangen. Der Steinbock passe nicht in die Gegend, lautet eine der Begründungen.

Bereits im Dezember des Vorjahres häuften sich Augenzeugenberichte über die Sichtung des Tieres in und um Hollabrunn. Aber nicht nur Jäger bekamen den ausgewachsenen Steinbock vor die Linse des Feldstechers sondern auch Hausbewohner in Hollabrunn erfreuten sich am ungewöhnlichen Anblick des äsenden Steinbockes im Garten.

Vor Kurzem wurde das Alpentier auf einem unbewohnten Grundstück in Oberfellabrunn am Fuße des Fahndorfer Berges sesshaft. Malermeister Fritz Weiss füttert jetzt den Bock regelmäßig mit Zuckerrüben und Mais. Dass das Tier vom Wildpark Ernstbrunn ausgebüxt sein könnte, wurde von den Wildpark-Betreibern stets in Abrede gestellt. „Wir hatten immer fünf Tiere und die sind da“, sagte Parkleiter Sebastian Schmidt.

Doch der Wildpark hat sich jetzt bereit erklärt, „Ferdi“ einzufangen, um ihn aufzunehmen. Schon in den nächsten Tagen soll die Aktion starten. Das Unterfangen ist äußerst schwierig. Um den Steinbock zu narkotisieren, muss der Schütze auf mindestens 20 Meter an das Tier herankommen. „Ferdi“ muss sich zudem in Sicherheit wiegen und sollte ruhig stehen. Äußerst kontraproduktiv wären laut Schmid Schaulustige in der Nähe.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.