© Kevin Kada

Chronik Niederösterreich
08/30/2019

Stammgast in den Zoos der Welt

Margit König malt seit 28 Jahren Tiere. Ab 7. September stellt sie Langenzersdorfer Museum aus.

von Kevin Kada

Vor allem die Augen, so Margit König, sind das, was sie an ihren „Modellen“ fasziniert. Die 68-Jährige ist seit mittlerweile 28 Jahren Malerin und hat sich auf das Abbilden von Tieren spezialisiert.

Deren Unberechenbarkeit interessiert sie: „Es ist sicher eines der schwierigsten Themen zum Malen. Aber genau das hat mich damals daran so fasziniert.“

Damals, das war 1991 nach ihrem Kunststudium in Wien. Die in Kirchberg am Wechsel aufgewachsene und nun in Mauerbach (Bezirk St. Pölten-Land) lebende Künstlerin bereiste zahlreiche Zoos in der ganzen Welt.

Und einen Querschnitt ihrer Arbeit gibt es am 7. September im Museum in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) zu sehen.

Die Arbeiten der Malerin entstehen nicht in einem Raum. Das Heim-Atelier der Malerin ist immer der Zoo, in dem sie gerade ist: „Ich male alles vor Ort. Die Bilder müssen leben, darum kann und will ich nichts von einem Foto abmalen.“

König sucht bei ihrer Arbeit nach den besonderen Momenten. Dabei stellte die 68-Jährige fest, dass sie ein fotografisches Gedächtnis hat: „Ich sehe Situationen und kann mich dann an die Details erinnern.“

Wien bis Hanoi

Ihre künstlerische Reise hat sie dabei sogar bis nach Vietnam in ein Affen-Zentrum in der Nähe der Hauptstadt Hanoi geführt. Wobei Affen Tiere sind, die es der Mauerbacherin besonders angetan haben. Und dabei vor allem ein Detail: „Die Augen. Ich muss die Tiere nahe bei mir sehen, damit ich ihre Augen genau beobachten und einfangen kann.“

Ansonsten ist König Stammgast in den diversen Tiergärten Europas. Egal ob München, Zürich, Leipzig oder eben Wien.

Bei einem Rundgang im Tiergarten Schönbrunn zeigt sich, dass die Zoobesucher nicht nur Interesse an den Tieren haben. Margit König sitzt vor den südlichen Hornraben und malt sie. Und dabei wird die 68-Jährige in gewisser Art selbst zur Attraktion.

Meistens gelingt es der Malerin, die Menschen rund um sich auszublenden. Aber dennoch: „Ich male am liebsten zeitig in der Früh oder spät am Abend. Da habe ich meine Ruhe und auch die Tiere bekommen mit, dass weniger los ist.“