Chronik | Niederösterreich
03.08.2018

St. Pölten: Asylwerber attackierte Polizisten

Algerier hatte sich zuvor geweigert, seinen Ausweis vorzuzeigen. Dann ging er auf die Beamten los.

Ein 25-jähriger Mann hat am Donnerstagvormittag in einem Reisezug in Richtung St. Pölten zwei Beamtinnen und einen Beamten der Wiener Fremdenpolizei verletzt. Der Algerier hatte sich zuvor geweigert, seinen Ausweis vorzuzeigen. Als der Zug am Bahnhof zum Stehen gekommen war, wehrte sich der Mann heftig, wurde aber nach mehreren Fluchtversuchen festgenommen.

Der 25-jährige Asylwerber hatte einige Male hektisch den Türknopf betätigt, um den Zug zu verlassen, der zu diesem Zeitpunkt gerade in den Bahnhof St. Pölten einfuhr. Der Tatverdächtige tobte und attackierte die Polizisten, wobei er sich auch selbst verletzte. Er stürmte aus dem Zug und stieß die Beamten um, schilderte der Wiener Polizeisprecher Harald Sörös. Es habe dann eine Rauferei gegeben, schließlich rangen die Polizisten den Mann zu Boden.

Später stellte sich heraus, dass der Mann über mehrere Alias-Identitäten verfügte. Er wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt und befindet sich in Haft. Die drei Beamten wurden im Krankenhaus St. Pölten behandelt, sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen.