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Chronik | Niederösterreich
05/13/2019

SPÖ-Vizes rückten zur Schnabl-Verteidigung aus

Tenor von Reinhard Hundsmüller und Ulrike Königsberger-Ludiwg: „Es liegt kein strafbares Verhalten vor“

Die vergangene Woche war für Franz Schnabl - vornehm formuliert - keine optimale. Berichte, dass er in seiner Zeit bei Magna von einem deutschen Spion eine Reise nach Korsika und ein 8000 Euro teures Messer erhalten hat, sorgten für Gesprächsstoff – auch innerparteilich. Zudem haben die Sozialdemokraten derzeit einen Wahlkampf zu bestreiten.

Diese Woche soll nun für den nö. SPÖ-Chef eine bessere werden. Dafür rückten am Montag seine beiden Stellvertreter, Klubobmann Reinhard Hundsmüller und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, aus. Zwar bestritt Hundsmüller die Vorwürfe gegen Schnabl nicht, insgesamt ortet er aber eine „Aktion, um Schnabl politisch anzupatzen“. „Er hat den Compliance-Bestimmungen des Magna-Konzerns entsprechend alles gemeldet, was er in Anspruch genommen hat“, sagte Hundsmüller.

Keine Ermittlungen

Betont wurde einmal mehr, dass der SPÖ-Chef als Zeuge und nicht als Verdächtiger bei den Korruptionsfahndern ausgesagt habe. „Hätte die Behörde einen Verdacht gegen ihn gehabt, dann hätte sie auch die Ermittlungen gegen ihn aufnehmen müssen. Dies war aber nicht der Fall.“