Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

SP muss Parteiheim verlassen und ortet VP-Retourkutsche

Grafenwörth - Schlechte Stimmung in der Gemeindestube von Grafenwörth (Bezirk Tulln): " SPÖ und Pensionisten vor die Tür gesetzt", lautet die Schlagzeile eines SP-Postwurfs; von einem "Rachefeldzug" des VP-Bürgermeisters Alfred Riedl ist die Rede. Demnach wird das Haus seit gut 30 Jahren von SPÖ und Pensionistenverband genützt; 60.000 Euro und Tausende Arbeitsstunden seien investiert worden. Wofür sich die ÖVP rächen will, geht aus dem Postwurf nicht hervor. SP-Chef Günter Neubauer vermutet eine "Retourkutsche" für beeinspruchte Gemeinderatsprotokolle.

"Das hat nichts miteinander zu tun", kontert VP-Bürgermeister Riedl. Es gehe vielmehr darum, das Gebäude in ein "Haus der Generationen" umzuwandeln, das selbstverständlich auch von den SP-Pensionisten genützt werden könne. Da der alte Mietvertrag (die SPÖ musste übrigens keine Miete zahlen) ausgelaufen war, nütze man nun die Gelegenheit für den Umbau. Die SP müsse ihre Sitzungen nun eben in einem Gasthaus abhalten, "wie alle anderen Parteien auch", so Riedl.