Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Schlummer-Schlemmer-Schlafcafé

Im Norden kann man sich nicht nur kulinarisch etwas gönnen - Für müde Menschen steht auch eine Mütze voll Schlaf auf der Speisekarte.

Die westfinnische Stadt Turku ist um eine Attraktion reicher. In einem Café können die Gäste nach dem Genuss des kulinarischen Angebots auch gleich ein kleines Nickerchen machen. Der Erfinder des Schlafcafés ist der Franzose Jeremy Mast. Seit drei Jahren lebt er bereits in Finnland. Die außergewöhnliche Idee kam ihm in einem Restaurant, "als ich mich nach dem Essen ein bisschen schläfrig fühlte". So wie Mast geht es wohl vielen Gästen, denn seine gastronomische Innovation stößt bei den Finnen auf regen Zuspruch.

Polster, Decken, Teddybär...

Mithilfe von Fördermitteln der EU konnte das "Gastro-Sandmännchen" Mast seine Idee in die Tat umsetzen. Auf Wunsch bekommen seine Gäste nun Hausschuhe, Polster, Decken und sogar ein Kuscheltier ausgehändigt - schlicht alles was das müde Herz begehrt. In einem Schlafraum kann es sich die schläfrige Klientel auf Matratzen und Sitzsäcken bequem machen um ins Land der Träume zu entschwinden.

Das Angebot wird quer durch die Bevölkerungsschichten von Studenten, Teenagern aber auch Angestellten und zahlreichen Müttern mit Babys angenommen, die im Durchschnitt eineinhalb Stunden Schlaf "konsumieren" - und das gratis.