Chronik | Niederösterreich
14.11.2018

Schlag gegen Drogenkriminalität im Weinviertel

Fünf Verdächtige wurden wegen der Produktion und dem Verkauf von Cannabis und Amphetaminen ausgeforscht.

Wie die Landespolizei Direktion Niederösterreich in einer Aussendung erklärte, wurden nach intensiven gemeinsamen Ermittlungen von Bediensteten der Polizeiinspektionen Hollabrunn, Haugsdorf, Ziersdorf und Ravelsbach (alle im Bezirk Hollabrunn) fünf Verdächtige aus den Bezirken Hollabrunn und Mistelbach ausgeforscht werden. Die vier Männer und eine Frau sollen Suchtmittel im gesamten Straßenverkaufswert von rund 45.000 Euro produziert haben. Hinzu kommt, dass die Drogen an insgesamt 18 Suchtmittelkonsumenten aus den Bezirken Hollabrunn, Horn, Mistelbach und Krems verkauft wurden.

Cannabis

Bereits im März wurde ein 24-Jähriger aus dem Bezirk Hollabrunn von Polizisten der Polizeiinspektion Hollabrunn beim Verkauf von Cannabis auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen. Von der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet, bei der von den Polizisten im Wohnhaus der 24-Jährigen 40 Cannabispflanzen, etwa 100 Gramm getrocknetes Cannabis, ein Revolver und ein Schlagring sichergestellt wurden.

Der 24-Jährige und seine 22-jährige Mittäterin (ebenfalls aus dem Bezirk Hollabrunn) sind geständig, im Zeitraum von Juli 2016 bis Dezember 2017 bei insgesamt sechs Ernten eine Gesamtmenge von 4,5 Kilogramm Cannabis erzeugt und 3,5 Kilogramm im Wert von 36.000 Euro verkauft zu haben. Bereits am 5. September wurden die beiden am Landesgericht Korneuburg rechtskräftig zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt.

Weitere Händler

Als weiterer mutmaßlicher Suchtgifthändler wurde von den Polizisten ein 32-Jähriger aus dem Bezirk Mistelbach ausgeforscht. Bei einer von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordneten Hausdurchsuchung konnte in dessen Wohnung konnte ein Kilogramm Cannabis sicherstellen werden. Er ist geständig seit dem Sommer 2017 bis März 2018 insgesamt 1,5 Kilogramm Cannabis erzeugt und ein Kilogramm im Straßenverkaufswert von 8000 Euro an vier Suchtmittelkonsumenten verkauft zu haben. Er wurde bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

Bei den weiterführenden Ermittlungen konnten die Polizisten einen 51-jährigen mutmaßlichen Suchtmittelhändler aus dem Bezirk Hollabrunn ausforschen. Auch bei seiner Hausdurchsuchung konnten die Beamten Rauschgift im Wert von etwa 1000 Euro sicherstellen. Der Hollabrunner wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, zeigt sich jedoch nicht geständig. Hinzu kommt, dass die Polizisten bei einer Hausdurchsuchung am 9. November an den Wohnadressen eines 42-Jährigen aus dem Bezirk Hollabrunn Amphetamin und Cannabis sicherstellen. Auch er wurde der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.