Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Salz & Pfeffer: EULENNEST

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - Neues Weinlokal in der Wiener Operngasse.

Das Eulennest kennt man seit etwa zehn Jahren als überaus gut sortierte Vinothek und Weinbar in der Himmelpfortgasse. Nun hat sie ein Junges bekommen, und zwar in der Operngasse, die zwar gleich ums Eck von Wiens bunter Szenemeile Schleifmühlgasse liegt, davon bisher aber noch kaum berührt wurde.

Wobei sich auch das neue Eulennest, untergebracht in einem ehemaligen Döner-Lokal, eher gediegen und seriös gibt: An die 300 verschiedene Weine, einstweilen noch hauptsächlich aus Österreich, servieren die Anglo-Australierin Imogen Wearing und Stefan Friedenreich, der ursprünglich Balletttänzer und dann Versicherungsmanager war, in Wien "seine Passion aber zum Beruf werden lassen wollte".

Das gelingt durchaus. Nicht zuletzt, weil das Programm spannend ist – aus jedem Weinbaugebiet zumindest ein Insider-Tipp und Necomer –, und die kleinen Happen dazu absolut überdurchschnittlich: Die Antipasti-Selektion besteht aus sechs toll gereiften Käsen und fünf verschiedenen Schinken und Würsten (6,20 €), das Brot dazu wird selbst gebacken, die Zucchini-Schinken-Quiche war flaumig und köstlich (6,20 €). Die Pasta könnte vielleicht noch origineller werden. Ein Weinlokal, das trotz großem Angebot auf diesem Sektor keineswegs überflüssig wirkt.

Eulennest, Wien 4, Operngasse 30, Tel.:01/890 22 72
Mo-Sa 12-22
Homepage: www.eulennest.at

aus: FREIZEIT-Kurier vom 3.1.

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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