Ruderboot rammte Passagierschiff
Es war wohl viel Glück dabei, dass ein 69-jähriger Ruderer wieder fast gesund zu Hause in Krems sein kann. Denn ein Zusammenstoß auf der Donau hätte auch fatal enden können. Norbert K.s Ruderboot kollidierte wegen eines Missverständnisses mit einem 105 Meter langen Passagierschiff, dass der Kapitän zu einer Anlegestelle in Dürnstein manövrieren wollte. Der 69-jährige Ruderer wurde von Matrosen aus dem Wasser gerettet und leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.
"Er hatte wahnsinniges Glück, dass er so glimpflich davongekommen ist", sagt Kurt Weigl, Obmann des Ruderclubs in Krems-Stein, bei dem der verunglückte Sportler Mitglied ist. Gegen acht Uhr Früh passierte der Unfall. Norbert K., der mit dem Rücken zur Fahrtrichtung stromabwärts unterwegs war, nahm an, dass die "River Cloud II" nicht anlegen, sondern weiterfahren werde. Ein Missverständnis, das zur Kollision führte. Weil er das Anlegemanöver zu spät bemerkte, konnte er nicht mehr ausweichen. Das tonnenschwere Schiff stieß mit dem Bug gegen das Sportgerät. Das Boot knickte in der Mitte und der Ruderer wurde ins Wasser geworfen.
Die Schiffsmatrosen eilten sofort zu Hilfe und konnten den Leichtverletzten mittels Seilen und einem Rettungsring bergen. K. wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. "Zum Glück hat er sich nur eine kleine Schnittverletzung zugezogen. Der Schock sitzt aber noch tief", weiß Weigl.
Wer einen Fahrfehler begangen hat, müssen jetzt Ermittlungen klären. Generell gilt: Kleinere Boote müssen größeren Schiffen Platz machen.
Kommentare