Chronik | Niederösterreich
05.10.2018

Puppentheatertage feiern ihren 40er

Die 40. Internationalen Puppentheatertage in Mistelbach starten am 19. Oktober.

Die Puppentheatertage in Mistelbach blicken auf eine lange Geschichte zurück. Ihren Anfang nahmen sie 1979, als die „Union Internationale de la Marionette“ (UNIMA), die 1929 in Paris und Prag gegründet wurde, einen Austragungsort für ihren 50. Geburtstag suchte.

Österreich kam in die engere Auswahl. Der damalige Kulturamtsleiter der Stadt Mistelbach, Ludwig Kronsteiner, hatte ein gutes Gespür und ergriff die Gelegenheit. Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Edmund Freibauer gründeten die beiden im November 1979 die „1. Internationalen Puppentage Mistelbach“. Im Laufe der Jahre gelang es, die Veranstaltung als ein Instrument der Völkerverständigung einzusetzen und mit einem attraktiven Programm der Stadt Mistelbach im Land NÖ eine neue und wichtige Position zu geben.

 

40 Jahre später feiert das Festival unter dem Motto „Big Bang Puppets – Urknall der Puppen“ die Entstehung des Festivals 1979. Österreichs ältestes und größtes Puppen-, Figuren- und Objekttheater zählt bis dato mehr als 250.000 Zuschauer in den vergangenen Jahren. Mehr als 600 Theatergruppen aus 63 Ländern waren mit rund 1200 Inszenierungen zu Gast.

Premieren

In diesem Jahr werden es 21 Gruppen mit 26 Stücken aus elf Ländern sein, die das Publikum in Mistelbach begeistern sollen. Mit drei Europa-Premieren, 12 Österreich-Premieren und einer Uraufführung wartet das heurige Programm auf. Neben dem Stück „Perpetuum mobile“ der französischen Gruppe Compagnie Fred Teppe geht es auch um die Frage: „Sein oder Nichtsein“ in der Inszenierung „Der Fall Hamlet – Ein Rachedrama mit Puppen“ gespielt von der Thieme-Schäfer-Produktion aus Deutschland.

Aus Österreich ist unter anderem Designerin Claudia Six mit einer Ausstellung vertreten. Aber auch die Puppenbühne Zappelfetzn wird das Gastgeberland vertreten. Intendantin Cordula Nossek, die in ihr siebentes Jahr als Leiterin des Festivals geht, ist voller Vorfreude: „Wir sind hoch motiviert und freuen uns auf den Start. Es gibt zwar immer ein paar Kleinigkeiten, die noch nicht so ganz funktionieren, aber bis zum 19. sollte alles auf Schiene sein.“