Chronik | Niederösterreich
22.11.2018

Prozess um Messerattacke: Zehn Jahre Haft und Einweisung

16-Jähriger hat seinen Bruder lebensgefährlich verletzt. Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ein 16-Jähriger, der im März seinen Bruder mit zwei Klappmessern attackiert und lebensgefährlich verletzt hatte, ist am Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zudem wird der Jugendliche in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist nach Gerichtsangaben nicht rechtskräftig.

Der Teenager hatte am 14. März seinen Bruder mit zwei Messern angegriffen, als der 17-Jährige von der Schule nach Hause kam. Das Opfer erlitt 21 Stich- bzw. Schnittwunden und musste notoperiert werden. Laut Anklagebehörde spürte der 16-Jährige seit einigen Jahren einen "zwanghaften Drang, auf einen Menschen einzustechen". Die Öffentlichkeit wurde am Donnerstag nach den Eröffnungsvorträgen von der Geschworenenverhandlung ausgeschlossen.