Chronik | Niederösterreich
19.01.2012

Protest gegen Spitalsrüge des Rechnungshofes

Neunkirchen – ÖVP-Ortschefs für Neubauten in Neunkirchen und Wiener Neustadt

Der jüngste Rechnungshofbericht, der kein gutes Haar an den geplanten Krankenhaus-Neubauten im südlichen NÖ lässt, hat in der Region Neunkirchen für Bestürzung und Ärger gesorgt. ÖVP-Bürger- und Vizebürgermeister aus 19 Gemeinden des Bezirkes ließen zusammen mit Bezirksparteiobmann Hermann Hauer ihrem Unmut bei einer Protestkundgebung freien Lauf.

Der Rechnungshof wirbelt, wie berichtet, Niederösterreichs Krankenhaus-Pläne gehörig durcheinander. Im jüngsten Bericht zerreißen die Bundesprüfer die Spitalsbauten in Baden und Mödling sowie in Neunkirchen und Wiener Neustadt. Im Bericht wird eine Zentralisierung an Stelle von vier Neubauten angeregt.

Die ÖVP Neunkirchen läuft gegen die Stellungnahme Sturm. Sie setzt sich seit Jahren für den Krankenhaus-Neubau ein, da durch eine Zusammenlegung mit anderen Kliniken die Versorgung der Patienten aus dem Bezirk nicht mehr ausreichend gewährleistet sei.

„Uns liegt die optimale Gesundheitsvorsorge im Bezirk am Herzen und die kann man eben nur mit dem Krankenhausneubau erreichen. Zudem bietet das Landesklinikum Thermenregion Neunkirchen mehr als 800 Personen eine Arbeitsstelle und ist somit einer der wichtigsten Arbeitgeber“, wettert Hauer gegen die Rechnungshof-Kritik.

Die Protestanten nahmen diese Woche mit riesigen Transparenten vor dem Landesklinikum Neunkirchen Stellung. Notfalls werden weitere Kundgebungen stattfinden.