Prominente gegen Diffamierung

Einen konstruktiven Beitrag will eine Gruppe leisten, die eine öffentliche Erklärung verfasst hat:

Die Unterzeichner sind Johann Figl, Vorstand des Instituts für Religionswissenschaft, Universität Wien. Christian Haidinger, Abt des Stiftes Altenburg und Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation. Heinz Nußbaumer, Herausgeber „Die Furche“. Alois Diem, Jurist, Altlengbach. Martin Jäggle, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Universität Wien. Johann Hisch, Geschäftsführer des Vereins der Freunde der PILGRIM-Schule, Wien. Ernst Fürlinger, Zentrum Religion und Globalisierung, Donau-Universität Krems. Hier ein Auszug:

„Als Christen – katholische Theologen wie Nichttheologen – verfolgen wir die Diskussionen rund um das geplante Projekt der Errichtung eines Friedensstupa samt buddhistischem Zentrum in Gföhl mit Interesse, aber auch mit Besorgnis. Sosehr es legitim ist, zum konkreten Vorhaben unterschiedliche Meinungen zu vertreten, so wenig kann es angehen, eine Ablehnung mit einer unsachlichen Diffamierung des Buddhismus zu verbinden. Wenn praktizierende Katholiken den Buddhismus als Sekte hinstellen oder bezogen auf das geplante Bauwerk von einem „Götzentempel“ sprechen, wird damit eine Grenze überschritten.“

Respekt und Wertschätzung anderen Religionen gegenüber seien die aktuelle Linie der Katholischen Kirche. Einen buddhistischen Sakralbau als “Götzentempel“ zu bezeichnen, sei „feindselige Diffamierung“.

( Kurier ) Erstellt am 20.12.2011