Die Teppiche waren in einem Möbelhaus zum Abtransport hergerichtet.

© /LPD NÖ

Ermittlungen
02/16/2017

Polizei erwischte Firmen-Einbrecher: 100.000 Euro Schaden

Der mutmaßliche ungarische Haupttäter ist geständig. Er stahl vorallem Teppiche, Räder und Werkzeug.

Nach monatelangen Ermittlungen konnten Kriminalisten aus Brunn/Gebirge einem Ungarn das Handwerk legen, der in zahlreiche Firmen in Österreich eingebrochen sein sollen. Der Schaden, den der Mann und seine Mittäter angerichtet haben sollen, beläuft sich auf etwa 100.000 Euro.

Der 41-Jährige mutmaßliche Haupttäter soll einschlägig vorbestraft sein. Gegen ihn wurde von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ein europäischer Haftbefehl erlassen. Er wurde am 23. Jänner in Deutschland festgenommen und am 14. Februar nach Österreich überstellt. Bei der Vernehmung zeigte er sich geständig. Auch ein ungarischer Mittäter ist bekannt, er ist aber noch flüchtig.

Bislang konnten dem Mann acht versuchte oder vollendete Einbrüche zugeordnet werden. So soll er am 15. Juli 2016 in ein Möbelhaus in Brunn/Gebirge eingestiegen sein. Dort legte er hochpreisige Teppiche im Wert von 240.000 Euro zum Abtransport bereit. Weil jedoch der Alarm ausgelöst wurde und ein Mitarbeiter einschritt, konnte der Diebstahl verhindert werden.

Motorradkleidung um 12.000 Euro

Am 24. Juli 2016 soll der 41-Jährige in ein Fahrradgeschäft in Vösendorf eingestiegen sein und Motorradkleidung im Werft von 12.000 Euro gestohlen haben. Bei einem Coup in einem Werkzeugfachgeschäft in Wiener Neustadt am 4. September 2016 ließ er laut Polizei Werkzeug im Wert von 12.000 Euro mitgehen. Er richtete auch jeweils 5000 Euro Sachschaden an.

Am 16. Oktober 2016 soll er aus einem Fahrradgeschäft in Wien 13 Räder samt Zubehör im Wert von 37.000 Euro gestohlen haben. In Linz war wieder ein Werkzeugfachgeschäft dran. Beute: Werkzeug im Wert von 4200 Euro. Der Sachschaden betrug 6000 Euro.

Fernsehgeräte und Kaffeemaschinen im Wert von 5000 Euro stahl er, so die Kriminalisten, bei einem Einbruch in ein Wiener Möbelhaus am 14. Dezember. Werkzeug um 6000 Euro erbeutete er kurz darauf bei zwei Coups in Graz und Klagenfurt am 18. bzw. 22 Jänner.

Die Beute soll er nach jedem Einbruch nach Ungarn gebracht und dort gewinnbringend an verschiedene Personen weiterverkauft haben. Den Erlös verwendete er großteils, um seine Spielsucht zu befriedigen. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Mittätern sind noch nicht abgeschlossen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.