© BFK BADEN / Stefan Schneider

Chronik Niederösterreich
10/29/2019

Pfanne am Herd vergessen: Einfamilienhaus brannte ab, zwei Hunde starben

Die Familie war nicht zuhause. Als sie heimkam, stand ihr Haus in Flammen. Es war erst kürzlich renoviert worden.

von Katharina Zach

Der Albtraum vieler Hausbesitzer wurde für eine vierköpfige Familie in Enzesfeld-Lindabrunn im Bezirk Baden wahr: In ihrer Abwesenheit brannte das Einfamilienhaus aus. Das Paar mit zwei Kindrn steht vor den Trümmern ihrer Existenz. 70 Feuerwehrleute von fünf Wehren bekämpften Montagabend die Flammen. Die zwei Hunde der Familie überlebten nicht.

Der Familienvater war kurz nach 18 Uhr daheim, als er von seiner Frau angerufen wurde, um die beiden Kinder abzuholen. Ihr Wagen hatte einen Motorschaden, sie selbst wollte sich um das Fahrzeug kümmern. Der Mann brach sofort auf. Allerdings vergaß er laut Polizei eine Pfanne mit Öl auf dem Herd. Dieses entzündete sich.

Feuer breitete sich unbemerkt aus

Während der Abwesenheit der Familie, konnte sich das Feuer unbemerkt über die Holzdecke auf das offene Wohnzimmer ausbreiten. Als der Mann und die Kinder kurz nach 19 Uhr zu Hause eintrafen, stand das Erdgeschoss bereits in Flammen.

Der 32-Jährige alarmierte sofort die Einsatzkräfte und versuchte noch selbst, den Brand zu löschen. Mit dem Gartenschlauch spritzte er Wasser durch die geborstenen Fensterscheiben.

"Der Familienvater erwartete uns beim Eintreffen vor dem Haus und konnte so erste Informationen mitteilen“, erzählt Michael Hebesberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Enzesfeld.

Brand rasch gelöscht

Den Feuerwehrleuten gelang es schließlich unter Atemschutz innerhalb kurzer Zeit, die weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen und in Folge den Brand abzulöschen. Im Haus war jedoch aufgrund des Brandes und der enormen Brandgase beträchtlicher Schaden entstanden.

Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die zwei Hunde der Familie konnten jedoch nur mehr tot aufgefunden werden. Erst gegen 22 Uhr konnte der Feuerwehreinsatz beendet werden.

Haus war frisch renoviert

Die Familie selbst konnte bei Verwandten unterkommen. Laut Bürgermeister Franz Schneider könnte es finanzielle Hilfe geben, sobald der Schaden feststeht. "Die Gemeinde hat da einen Spendenfonds angelegt", erklärt er.

Besonders tragisch: Laut dem Ortschef hat die Familie das Einfamilienhaus jahrelang hergerichtet. Erst kürzlich sei die Renovierung abgeschlossen gewesen.