Chronik | Niederösterreich
11.06.2017

Paintball-Angriff: Nach Gericht auch FPÖ-Zentrale unter Beschuss

Parteilokal mit grünen Farbkugeln beschossen. Die FPÖ vermutet hinter den Vandalenakten ein politisches Motiv.

Es ist bereits der zweite Streich unbekannter Vandalen binnen weniger Tage in Wiener Neustadt. Nach der Paintball-Attacke in der Nacht auf Donnerstag auf das Gerichts- und Justizzentrum sowie die historische Stadtmauer ist es am Wochenende erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Dieses Mal haben die unbekannten Rowdys die Parteizentrale der FPÖ mit den Farbpatronen ins Visier genommen. Freiheitlichen-Chef Michael Schnedlitz reagiert empört auf den Vandalenakt und hat eine Art Ergreiferprämie von 500 Euro auf die Täter ausgesetzt.

Bei der ersten Attacke haben die Unbekannten insgesamt 44 Schüsse mit den Farbpatronen auf die Fassade und die Fensterscheiben des Landesgerichts und auf die historische Stadtmauer abgegeben. Das Gerichtsgebäude ist zwar videoüberwacht, allerdings feuerten die Angreifer aus dem toten Winkel der Kameras, heißt es von einem Justizsprecher.

Samstagnacht dürften sich dieselben Übeltäter ein neues Ziel gesucht haben. Dieses Mal wurden die Konterfeis von FP-Chef Heinz-Christian Strache und Landtagsabgeordneten Udo Landbauer auf der Fassade des FPÖ-Parteilokals mit den grünen Farbkugeln ins Visier genommen. Die FPÖ vermutet einen politischen Hintergrund. "Hier haben augenscheinlich linke 'Gesinnungsleuchten' ein Problem mit Recht und Ordnung, aber auch mit Demokratie. Mit nachgebauten Waffen auf unser Büro, aber auch auf das Gericht zu schießen ist ein Skandal. Wir wollen solche Schmierfinken in unserer Stadt nicht. Ich setze deshalb persönlich ein Kopfgeld über 500,- Euro aus, um die Täter zu finden. Anzeige wurde bereits erstattet," so Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz ( FP).