Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Ortschef wehrt sich gegen mögliche Polizeischließung

Fischamend - Droht der kleinen Gemeinde ab 2012 ein eklatanter Sicherheitsverlust durch die Schließung der Polizeiinspektion?

Fischamends Bürgermeister Thomas Ram will darüber Klarheit haben und verabschiedete einstimmig mit dem Gemeinderat eine Resolution an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP).

Darin appelliert Ram für den Erhalt der Inspektion. "Aufgrund der Umstrukturierungen des Stadtpolizeikommandos Schwechat und des Flughafens ist auch die Flughafen-Außensicherung, die von unserer Polizei mitbetreut wird, in Gefahr", schildert Ram. Zusätzlich gibt er zu bedenken, dass "Einbrecher künftig nahezu freie Bahn" hätten, wenn es zum Polizei-Abbau kommt. Sollte es tatsächlich zu einer Beamtenreduktion oder gar zu einer Auflösung der Inspektion kommen, "wäre dies ein Anschlag auf die Bevölkerung und wird von uns nicht akzeptiert werden", so der kämpferische Ortschef.

Er setzt auf die Innenministerin, die als ehemalige Landesrätin die Fischamender Situation und ihre sicherheitspolitischen Eigenheiten gut kennt. Was für Ram jedoch nicht erstrebenswert ist: "Beamte dürfen nicht nur auf dem Papier existieren, wie es oft bei uns der Fall ist."

Eine ähnliche Resolution schickte Schwechats Bürgermeister Hannes Fazekas (SPÖ) Ende Oktober an die Innenministerin. Auch in der Braustadt fürchtet man die Versetzung von Beamten auf den Flughafen, Fischamend und Schwechat erleben die gleiche Situation. "Die Reduzierung würde zur drastischen Verschlechterung in der Kriminalitätsprävention im Stadtgebiet führen. Das kann ich so nicht akzeptieren", sagt Fazekas.

Reform 2012

Beim Landespolizeikommando verwies man bereits Ende Oktober auf die laufenden Verhandlungen. Erst nächstes Jahr soll Klarheit über die zukünftigen Besetzungen in Schwechat und Umgebung herrschen.