Erdpress
07/04/2013

OMV: Mit Hightech in die Tiefe

Die kleine Weinviertler Gemeinde erlebt zur Zeit einen beachtlichen Erdöl- und Erdgasboom

Gerade mal drei Wochen braucht die Bohranlage des deutschen Unternehmens „DrillTec“, um in 1500 bis 2500 Meter Tiefe Schichten anzubohren, die Erdöl und Erdgas enthalten. Die DrillTec wird noch heuer und im nächsten Jahr bei Erdpress im Bezirk Gänserndorf insgesamt 13 Bohrungen durchführen (Bergmannssprache: abteufen).

Derzeit fördern schon 13 Bohrlöcher (Fachausdruck: Sonden) Öl und Gas aus der 2003 entdeckten, relativ kleinen aber hochinteressanten Lagerstätte. Hochinteressant deshalb, weil laut Christopher Veit, dem obersten Sucher heimischer Energiequellen bei der OMV AG, sich mehrere Lagerstätten sandwichartig übereinander befinden. Und: Es sollen sich dort erhebliche Mengen an Kohlenwasserstoffen befinden.

DrillTec ist ein gefragtes, weltweit tätiges Bohrtechnik-Unternehmen. Die in Erdpress zum Einsatz kommende Bohranlage entspricht den höchsten technischen und umweltrelevanten Standards und zeichnet sich unter anderem durch ihre geringe Bauhöhe, den geringen Platzbedarf sowie die besonders niedrigen Lärmemissionen aus.

„Früher“, sagte Veit am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz, „konnte das in Lagerstätten befindliche Öl im Schnitt nur bis zu 30 Prozent gefördert werden. Jetzt sind auf Grund neuer Technologien schon 45 und mehr Prozent drinnen.“

Das habe zur Folge, dass die OMV die jährliche Menge an produziertem Öl und Gas in Österreich stabil halten konnte. Sie liegt derzeit bei rund 38.000 Fass Erdöläquivalent (boe) pro Tag.

Pipeline

Damit im Ölfeld Erdpress keine neuen Anlagen zur Aufbereitung des Öls gebaut werden müssen, wird eine etwa zehn Kilometer lange Transportleitung nach Matzen verlegt. Die Trasse verläuft außerhalb von Weingärten.

Mit rund 700 Mitarbeitern im Bereich der österreichischen Exploration und Produktion zählt die OMV Austria Exploration & Production im Weinviertel zu den größten Arbeitgebern. Sitz des Unternehmens ist in Gänserndorf. Die OMV deckt gegenwärtig zehn Prozent des heimischen Erdöl- und 15 Prozent des heimischen Erdgasbedarfs ab.

Reserven

Auf Basis der heutigen konventionellen Reserven geht die OMV davon aus, dass die Erdöl- und Erdgasförderung in Österreich noch für einen Zeitraum von weiteren 20 bis 30 Jahren wirtschaftlich möglich ist.

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