Chronik | Niederösterreich
03.06.2018

Nö: Lokalpolitiker aus Pitten stürzte in den Tod

Ex-Vizebürgermeister Ludwig Osztavics fiel am Schneeberg über Felsstufe. Weiterer Unfall in der Steiermark

Pitten ist unter Schock“, sagt der ehemalige Bürgermeister Günter Moraw Sonntagmittag zum KURIER. „ Ludwig Osztavics war sehr beliebt. Er war immer für die Menschen da.“

Samstagnachmittag ist Ludwig Osztavics, vormaliger Vizebürgermeister Pittens, bei einem Bergunfall ums Leben gekommen. Der 70-Jährige war am südlichen Schneeberg unterwegs. Aus derzeit unbekannter Ursache ist er gegen 17 Uhr am südlichen Grafensteig im Bereich des Saugraben auf 1450 Meter über eine Felsstufe in die Tiefe gestürzt. Dabei erlitt der Lokalpolitiker tödliche Verletzungen. Mithilfe des Notarzthubschraubers Christophorus 3 wurde der Verunglückte geborgen.

Sein unverletzter Begleiter wurde von einem Hubschrauber des Innenministeriums mit einem Tau geborgen und nach Hirschwang geflogen.

Die Bergrettung war an dem Tag mit sieben Einsatzkräften rund dreieinhalb Stunden lang unterwegs. Es war der vierte Einsatz der Bergrettung Reichenau innerhalb nur einer Woche. Bei allen Aktionen hatten sich Wanderer bei Stürzen verletzt.

Auch an diesem Tag war es nicht der einzige schwere Alpinunfall in Österreich. In der Steiermark mussten die Einsatzkräfte ebenfalls ausrücken .

Sturz nach Gipfelfoto

Ein 52-jähriger gebürtiger Deutsche, der in Österreich lebte, ist am Zeiritzkampel (ein Gipfel im Hauptkamm der Eisenerzer Alpen) in der Gemeinde Radmer verunglückt.

Er hatte seiner Freundin noch ein Foto vom Gipfelkreuz in 2125 Meter Höhe geschickt. Nachdem ihr Lebensgefährte danach telefonisch nicht mehr erreichbar war, verständigte die Freundin am Samstag die Polizei.

Stundenlang suchten Beamte der Alpinpolizei Hochsteiermark, Einsatzkräfte mit Polizeihubschrauber sowie Mannschaften der Bergrettung nach dem Vermissten. Aber vergeblich. Aufgrund eines heraufziehenden Gewitters musste die Suche am Abend abgebrochen werden.

In der Nacht auf Sonntag wurde der 52-Jährige dann gefunden. Er war in unwegsamen Gelände rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt und hatte den Aufprall nicht überlebt.