NÖ Landesausstellung 2026 erstmals im laufenden Klinikbetrieb in Mauer

Eine Landesausstellung, wie es sie in Niederösterreich noch nie gab: Ab 28. März startet im Mostviertel die NÖ Landesausstellung 2026, erstmals mitten im laufenden Klinikbetrieb und unter dem Motto „Wenn die Welt Kopf steht“.

Psychische Erkrankungen zählen heute zu den großen Gesundheitsfragen unserer Zeit. Genau hier setzt die heurige Landesausstellung an. Rund 370 Objekte aus Geschichte und Gegenwart zeigen die Entwicklung der Psychiatrie und sollen dazu beitragen, Wissen zu vermitteln und das Verständnis für psychische Erkrankungen zu stärken. Ein markanter Startpunkt der Schau ist ein Modell des Wiener Narrenturms aus dem Jahr 1784, einer der ältesten Einrichtungen Europas zur Unterbringung psychisch erkrankter Menschen.

Der Schauplatz ist bewusst gewählt: Das Landesklinikum Mauer im Jugendstil zählt zu den wichtigsten Kompetenzzentren für psychische Gesundheit in Niederösterreich. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist die Landesausstellung auch ein wichtiger wirtschaftlicher Impuls für die Region Mostviertel. Mehr als 30 Gemeinden rund um Amstetten beteiligen sich mit Veranstaltungen und touristischen Angeboten. 

Die Landesausstellung will zudem ein klares Signal setzen: Psychische Gesundheit gehört in die Mitte der Gesellschaft. Gleichzeitig wird auch die Geschichte des Standorts aufgearbeitet. Thematisiert werden unter anderem die NS-Medizinverbrechen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt. Am Friedhof des Klinikums soll dazu im Herbst 2026 ein neuer Gedenkort entstehen.

Kommentare