Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

N

Ist Ihnen klar was Nachtfrost bedeutet oder in welcher Höhe sich die Nullschicht befindet?

Nachtfrost

Durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosem Himmel und in windgeschützten Lagen Absinken der Temperatur unter 0 Grad. Nachtfröste werden von Bauern, Winzern und Gärtnern gefürchtet, wenn sie im Frühjahr auftreten, da sie der Vegetation schwere Schäden zuführen können.

Nebel

Nebel ist eine dem Boden aufliegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen mit Sichtweite unter einem Kilometer. Er entsteht durch Abkühlung der Luft bis zu ihrer Sättigung mit Wasserdampf. Die Nebelbildung beginnt meist bei klarem Himmel und dem Einsetzen eines starken Temperaturrückgangs über dem Boden. Der Bodennebel wächst mit steigender nächtlicher Ausstrahlung nach oben weiter.
Strahlungs-Hochnebel bildet sich umgekehrt an der Obergrenze einer Dunstschicht und senkt sich mit zunehmender Abkühlung bis zum Boden herab.

Niederschlag

Der Prozess der Niederschlagsbildung ist noch nicht gänzlich erforscht. Er entsteht durch verschiedene Prozesse, in denen kleine Wolkentröpfchen zu großen Tropfen anwachsen, aus der Wolke ausfallen und den Erdboden erreichen. Niederschlag kann als Regen, Nieseln, Schnee, Graupeln oder Hagel aus der Wolke fallen.

Niederschlagsverteilung

Niederschlagsverteilung: Bedingt durch verschiedene klimatische Gegebenheiten verteilt sich der Niederschlag nicht gleichmäßig auf alle Gebiete der Erde. In hohen Breiten und im Innern der Kontinente fällt weniger Niederschlag. Der trockenste Ort der Welt ist Arica in Chile, der feuchteste Mount Waialeale auf Hawaii.

Niederschalgswahrscheinlichkeit

Wahrscheinlichkeit in Prozent, ob in einem bestimmten Zeitraum Regen, Schnee oder Sprühregen vom Himmel fällt. Eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent bedeutet, dass es bei ähnlichen Wetterlagen, in jedem zweiten Fall Regen gab. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 80 % kann mit einer ziemlichen Sicherheit von Niederschlag ausgegangen werden, unterhalb von 20 % ist kaum mit Regen zu rechnen.

Niesel

Sehr feiner Regen aus Stratus-Wolken (Sprühregen); Durchmesser der Tröpfchen kleiner als 0,5 mm.

Nimbostratus

(von lat. nimbus= "regnerisch"), dichte, dunkle Wolkenmasse, aus der anhaltender Regen fällt. Durch die undurchdringlich graue Wolkenschicht ist die Sonne oft nicht erkennbar. Oft befinden sich unterhalb dieser Wolkendecke noch andere Wolkenfetzen.

Nino, El

Etwa alle 3-5 Jahre tritt im südl. Pazifik eine Umkehr der Meeres- und Luftströmung auf, die um die Weihnachtszeit einsetzt und aus diesem Grund den Namen "El Nino", das Kind, damit ist das Christkind gemeint, trägt.
El Niño bringt das Welt-Wetter bis zum Frühjahr in Aufruhr. Starke Regenfälle in Südamerika, Südostasien und Australien. Das Phänomen ist in aller Munde: El Nino, der Wetterwirbel aus dem Pazifik. Gespeist aus einer gewaltigen Warmwasser-Masse sorgt El Nino für Klimaveränderungen auf einer Hälfte der Erdkugel. So soll das "Christkind" die ungewöhnlich lange und starke Dürreperiode in Südostasien hervorgerufen haben, die dann aus den gewöhnlichen Waldbränden eine kontinentale Umweltkatastrophe werden ließ.

Nonius

Verschiebbarer Hilfsmaßstab an Messgeräten (Barometer), dessen Länge neun Einheiten des Messgerätes beträgt, und der seinerseits in zehn Teile unterteilt ist. Der Nonius erlaubt eine genaue Ablesung von Zehnteleinheiten. Erfunden wurde er von Pierre Vernier, jedoch nach dem Portugiesen Pedro Nunez (1492-1577) benannt.

Normal-Null (NN)

Die Ausgangsfläche für alle Höhenmessungen, festgelegt auf das mittlere Meeres-Niveau. Für Deutschland gilt seit 1879 das langjährige Mittelwasser des Amsterdamer Pegels. Er wurde durch Nivellement zur Berliner Sternwarte übertragen und liegt dort bei 37 m über Normal-Null. Die Höhenangaben einzelner Bundesländer und des Auslands haben andere, von NN abweichende Bezugsniveaus.

Normalperiode

Ein international festgelegter 30jähriger Zeitraum, zuletzt 1931-1960, dessen klimatologische Mittelwerte als Norm gelten und zu der neuere Werte in Beziehung gesetzt werden. Unter Angabe des Zeitraums werden jedoch auch andere Perioden als Norm benutzt, etwa die Sekulärperioden 1851-1950, 1881-1930 bzw. 1891-1930.

Nullschicht

Nach H. Faust diejenige Schicht in etwa 10 km Höhe, in der die Senkrechtbewegungen der Luft gleich Null sind, wo die Luft vom Tief zum Hoch strömt (im Gegensatz zur "Grundschicht" in 2-3 km Höhe, wo die Luft vom Hoch zum Tief strömt). Die Nullschicht ist identisch mit der Schicht des hochtroposphärischen Windmaximums.