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Chronik Niederösterreich
03/21/2020

Mostviertlerin will Straßenhunde vor dem Gifttod bewahren

Marion Löcker reiste nach Albanien, um Vierbeinern zu helfen. Über ihre Eindrücke sprach sie mit dem KURIER.

von Johannes Weichhart

Es sind traurige Szenen, die sich nach wie vor Tag für Tag in Albanien abspielen. Weil sich viele Menschen eine tierärztliche Betreuung, Futter oder Kastration nicht leisten können, werden Hunde einfach ausgesetzt. Zu Tausenden sind sie auf den Straßen unterwegs. Werden sie eingefangen, droht ihnen der Tod durch Gift oder Erschießen.

Hilferuf

Auch Marion Löcker aus dem Bezirk Melk kennt die Situation in Albanien. Löcker ist Obfrau des Tierschutzvereins „Robin Hood“, seit vielen Jahren schlägt ihr Herz für die Tierhilfe. Vor einiger Zeit erreichte sie eine Hilferuf aus Elbasan, einer Stadt in Mittelalbanien.

„Ich wurde von Tierschützern gebeten, sie finanziell zu unterstützen, weil sie jeden Monat 500 Euro für den Ankauf von Hundefutter benötigen. Da habe ich natürlich gerne geholfen“, berichtet Löcker.

„Wollen nicht töten“

Allerdings wollte sich die „Robin Hood“-Obfrau selbst ein Bild der Lage machen und reiste deshalb im Februar nach Albanien. Sie besichtigte das Tierheim, wo täglich 150 Hunde gefüttert werden müssen, traf sich mit den Mitarbeitern von „Elbasan Rescue“ und schaffte es sogar, einen Termin mit dem Bürgermeister zu bekommen.

Finanzielle Unterstützung

„Er hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass sie keine Hunde mehr töten wollen. Ich kann nur hoffen, dass dieses Versprechen auch in den aktuell so schwierigen Zeiten bestehen bleibt“, erzählt Löcker im Gespräch mit dem KURIER.

Tatsächlich sollen Menschen, die einen Hund adoptieren wollen, von der Stadt finanziell unterstützt werden, heißt es.

Adoption auf Distanz

Löcker setzt sich aber auch dafür ein, dass dieses System ausgeweitet wird. So soll bald die Initiative „Adoption auf Distanz“ ins Leben gerufen werden, wo man die Betreuung eines Hundes mit 20 Euro unterstützen kann.

In Rumänien, sagt die Mostviertlerin, die auch misshandelten Hunden in Grönland hilft, habe diese Aktion bisher schon sehr gut funktioniert.

Pläne

Außerdem will die Aktivistin mit ihren Kollegen in Albanien Kastrationskampagnen durchführen, um die Bevölkerung wachzurütteln. „Ich hoffe, dass sich diese Pläne auch alle umsetzen lassen.“

Nachsatz: „Ein neues Projekt ist geboren. Dafür werden wir alles geben, um den Hunden in Albanien zu helfen.“

www.robinhood-tierschutz.at

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