Militärgymnasium: Reaktion auf anonyme Vorwürfe

Wiener Neustadt – Disziplin, Ehre und Kollegialität sind Werte, die im Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt traditionell hochgehalten werden. Umso größer war die Aufregung, als in den vergangenen Wochen ein anonym gehaltener Brief erboster Eltern über dubiose Unterrichtspraktiken und mangelndes Bildungsniveau die Runde machte. Der niedergeschriebene Vorwurf: Die Jugendlichen seien regelrecht unterfordert.

Direktor Manfred Schwanzer nahm das Schreiben zum Anlass, um das Thema mit seinem Lehrkörper zu diskutieren. Auch der Elternverein schaltete sich ein und übt herbe Kritik an der anonymen Breitseite gegen das Gymnasium. Eltern, die diesbezüglich Sorge haben, sollen das Gespräch mit dem Fachprofessor, dem Klassenvorstand oder dem Erzieh-Offizier suchen, so der Vorstand des Elternvereins.

In der jüngsten Sitzung des Schulgemeinschafts-Ausschusses einigte man sich auf eine konsequente Überprüfung der Hausübungen sowie auf eine rasche Frühinformation für Eltern, bei deren Kindern sich ein negativer Abschluss abzeichnet. Thema ist auch die verstärkte Begabtenförderung.

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