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Chronik Niederösterreich
05/28/2019

Melk: Pioniere haben endlich moderne Garagen für ihre Geräte

35,5 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert, am Dienstag erfolgte die Eröffnung.

von Johannes Weichhart

Zuerst wurde jahrelang geplant und auf eine Zusage gehofft, dann verging nochmals mehr als ein Jahrzehnt bis nach der Unterschrift durch Ex-Verteidigungsminister Günther Platter auch Taten folgten. Aber am vergangenen Dienstag, mehr als zwei Jahre nach dem Spatenstich, war es dann endlich so weit: die Melker Pioniere konnten ihren 35,5 Millionen Euro teuren Neubau eröffnen.

Direkt an der Melker Südspange zu finden, entstand auf einem mehr als 71.000 Quadratmeter großen Areal ein Werkstätten- und Garagenbezirk. Hier kann künftig das gesamte Gerät der Pioniere untergebracht und gewartet werden. Damit sind auch jene Zeiten vorbei, in denen Maschinen und Bergepanzer, die für Einsätze bei Naturkatastrophen dringend benötigt werden, im Freien vor sich hinrosten mussten.

Erweiterung

Die Fläche, auf der sich die Hallen befinden, wurde einst dem Stift Melk abgekauft. Die Größe macht es laut Reinhard Koller, Kommandant der Melker Pioniere, möglich, in den kommenden Jahren über Erweiterungen nachzudenken. „Dass das schwere Gerät nun aber an einem Platz gelagert werden kann, ist für die Einsatzbereitschaft der Pioniere enorm wichtig.“

Abgeschlossen sei das Projekt aber noch nicht, denn laut Koller brauche es noch eine bessere Anbindung von der Kaseren zum Neubau, „damit der Schwerverkehr nicht zu einem großen Teil durch das Wohngebiet geführt werden muss“.

Einsätze

Dass die Hilfe der Pioniere national wie international immer wieder dringend benötigt wird, zeigt ein Blick auf die vielen Einsätze in der Vergangenheit. Zuletzt, im Jänner 2019, rückten sie nach Göstling in den Bezirk Scheibbs aus, um gemeinsam mit der Feuerwehr und vielen weiteren Helfern der Schneemassen Herr zu werden.

Zur Eröffnung des Neubaus am Dienstag waren viele Besucher gekommen, um einen Rundgang durch die Hallen zu unternehmen. Beeindruckt zeigten sich unter anderem Abt Georg Wilfinger, Bürgermeister Patrick Strobl, Landtagsabgeordneter Günther Sidl und der Zweite Landtagspräsident Gerhard Karner.