Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Mehrjährige Haftstrafen für Team der Motorsägen-Bande

Prozess - Unter großer Publikumsbeteiligung aus Celldömölk (Kleinmariazell) wurden Dienstag am Landesgericht St. Pölten vier Mitglieder der gefürchteten Motorsägen-Bande verurteilt. Zwei der durchwegs aus Celldemölk stammenden Einbrecher müssen für dreieinhalb bzw. 3,1 Jahre hinter Gitter, die übrigen kamen mit teilbedingten Strafen davon. Weitere Bandenmitglieder sind bereits in St. Pölten zu Haftstrafen zwischen dreieinhalb und fünf Jahren verurteilt worden.

Blitzeinbrüche in Lagerhäusern und bei Maschinenhändlern waren die Spezialität der Bande. Bevorzugte Beute: Motorsägen im Dutzendpack. Tatorte waren unter anderen Purgstall an der Erlauf (Bezirk Scheibbs), Hainfeld (Bezirk Lilienfeld), Franzhausen (Bezirk Tulln) und St. Pölten-Pottenbrunn.

Um die Justizpartie nicht aufzuhalten, wurde der Anführer in einen eigenen Prozess (Jänner) ausgelagert. "Gabi", wie der vorgebliche Schweinezüchter genannt wird, soll Einbruchsziele in ganz Ostösterreich ausgewählt, den Teams Beutelisten mitgegeben und die Sägen auch danach vermarktet haben. Der 29-Jährige unterhält exzellente Verbindungen zur Celldömölker Polizei: Stunden bevor er verhaftet wurde, war er bereits über den europäischen Haftbefehl informiert.