© BUNDESHEER/Josef Moeseneder

Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Major will die Truppe mit Fingerzeig dirigieren

NÖ Militärmusik - Der Steirer Adolf Obendrauf ist neuer Kapellmeister in St. Pölten.

Es gibt keine Ausreden, dass man keine Zeit zu üben gehabt habe, weil man Kühe füttern musste": Major Adolf Obendrauf ist gerne bei der Militärmusik. Denn hier gelten andere Regeln als in anderen Blasmusiken. Der Spielbefehl wird erteilt.

Obendrauf ist aus Liebe zur Musik beim Heer gelandet und die hat ihn auf der Karriereleiter steil nach oben gebracht. Seit Kurzem ist der Steirer der Orchesterleiter der NÖ Militärmusik. Ihr Chef. "Ich habe mein Hobby Musik zum Beruf gemacht", sagt er.

Aus den Übungsräumen in der Hesser-Kaserne in St. Pölten sind Melodien, Tonreihen zu hören. Zeitig in der Früh geht es los. Genauer gesagt um 7.30 Uhr. Musikalisch sei er streng, erklärt der Kapellmeister in seinem kleinen Büro; menschlich nicht. 50 Musiker dirigiert er. An Nachwuchs mangle es nicht. Obwohl für Rekruten, die sich zur Militärmusik melden, der Präsenzdienst 14 Monate dauert.

Eigene Note

Obendrauf will seine eigene Note in die Militärmusik NÖ einbringen: Er möchte sich vermehrt Werken lebender Komponisten widmen. Die althergebrachten Stücke bleiben aber auch erhalten. Seine Lieblingsoper, er war auch im Grazer Opernorchester tätig, ist Wozzeck von Alban Berg.

Der Major spielt Trompete, hat sich aber aufs Dirigieren spezialisiert. "Es ist wunderbar vor dem Orchester zu stehen, um den Gesamtklang zu hören." Man könne ihn formen. Wichtig sei, dass die Musiker zu ihm schauen. Zum Dirigieren reiche oft ein Fingerzeig. Sein Ziel ist es, dass nicht mal der notwendig ist. Mit den Augen alleine will er dirigieren. Manchmal schließt er sie auch und genießt. Bei guter Musik bekommt er eine Gänsehaut. Von einem ist Obendrauf überzeugt. Die Militärmusik ist für die Öffentlichkeitsarbeit des österreichischen Bundesheeres gut. "Sie spielt sich in die Herzen. Baut eine Verbindung zur Bevölkerung auf."

Manchmal braucht der nö. Kapellmeister auch seine Ruhe. Er entspannt sich im Wald, im Park - alles ganz ohne Musik. Wenn er an seinen freien Tagen heim in die Steiermark zu seiner Familie fährt läuft kein Radio."Erholung ist wichtig." Denn: "Blasmusik ist etwas sehr Lautes."

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