Verbrannte Hendln, Betroffener Johann Lorenz

© Stefan Straka

Hausleiten
08/14/2013

Lötlampen-Attacke auf Hühner

Die betroffenen Hühnerhalter sind geschockt und investieren in noch mehr Sicherheit. Es war nicht der erste Fall von Tierquälerei in der Gemeinde.

von Stefan Straka

Ein irrer Tierquäler hat – wie kurz berichtet – alle sechs Hühner und den Hahn im Schupfen hinter dem Haus der Familie Lorenz in Hausleiten mit einer Lötlampe regelrecht abgefackelt. Die Tiere erlitten einen qualvollen Tod.

„Wir sind gerade beim Aufräumen“, sagt Johann Lorenz. Ehefrau Maria hatte am vergangenen Wochenende das „Feuerattentat“ im Hühnerstall entdeckt. Das Erschreckende: Es war nicht der erste Vorfall dieser Art. Es ist bereits der zweite. „Im Vorjahr hat der Täter auch im August zugeschlagen. Es war fast auf den Tag genau der Jahrestag“, sagt Lorenz.

Nach dem Einbruch samt dem Gemetzel im Hühnerstall gehen dem Ehepaar natürlich viele Dinge durch den Kopf. Feinde habe man keine. „In der Nachbarschaft schon gar nicht“, sagt Maria Lorenz.

Motiv Lärm

Dass das Motiv des Täters Lärmbelästigung durch den Hahn sein könnte, glaubt man bei der betroffenen Familie auch nicht. Lorenz: „Unser Hahn war nicht so laut wie die anderen in der Umgebung.“ Außerdem wurde der Hahn aus Rücksicht auf die Nachbarn Samstag und Sonntag im Stall gelassen. „Damit er nicht kräht“, sagt Lorenz.

Zum siebenfachen Tier-Mord kommt jetzt auch noch die Angst vor weiteren Taten des offensichtlich gestörten Straftäters dazu.

Nach dem Einbruch im Vorjahr wurde das Eingangstor zum Schupfen neu gesichert. Deshalb musste der Täter diesmal über den zwei Meter hohen Maschendrahtzaun klettern, um in den Hendlstall zu gelangen. Die Tujenhecke hat an dieser Stelle ein richtiges Loch. Die Ermittler der Polizei konnten jedenfalls einige Spuren sicher­stellen.

Wachhund

Jetzt hat sich die Familie auch noch einen Wachhund zugelegt. „Rocky“ hat in der Nacht schon zwei Mal angeschlagen. „Man kann nur hoffen, dass irgendjemand eine Wahrnehmung macht. Denn wenn der Kranke Hühner benützt, um seinen Trieb auszuleben, weiß man nicht, was dem noch einfällt“, sagt Lorenz. Demnächst werden neue Hühner gekauft – und drei Hähne zum Aufpassen.

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