Erwin Pröll, Erwinize Me, Landesfrisur; honorarfrei

© PRIVAT /Screenshot

Wahlkampf 2.0
02/24/2013

„Landesfrisur“ als Publikumsschlager

Internet.Apps, Facebook und Videos: So buhlen die Parteien im Web um Wählerstimmen

von Philipp Kienzl

Das Internet und der Wahlkampf: Neben Information gibt es vor allem Kurioses im Web zu finden. Der KURIER begab sich auf Spurensuche.

Nach „Men in Black“ (1998), „Lowlander“ (2003) und dem „Erwinizer“-Traubenzucker (2008) setzt die Volkspartei auch im aktuellen Landtagswahlkampf voll auf Erwin Pröll, beziehungsweise auf sein markantes Haupt: Mit der Gratis-App „Erwinize me“ können sich Internetnutzer Prölls Markenzeichen, also Glatze mit Haarkranz, verpassen. Man wolle mit der App „ein Zeichen setzen: Für Politik mit Herz, Hirn und Zukunft“, heißt es aus Sankt Pölten.

Auch vor fünf Jahren stand die Landesfrisur im Mittelpunkt: Damals noch als einfache Mütze. Als „Haube 2.0“ bezeichnet Landesgeschäftsführer Gerhard Karner die neue Handy-App, „mehrere Tausend“ Downloads verzeichnet die ÖVP. Karner sieht Social Media aber nur als Ergänzung. „Das Wichtigste ist für uns der direkte Kontakt zu den Menschen“, hält der Parteimanager fest. Am ersten Tag erreichte die App Platz fünf im Apple-Store, derzeit liegt sie auf Rang 73. Und damit elf Plätze vor Facebook.

„Samen rein“

Auch der austro-kanadische Milliardär Frank Stronach hat seine eigene App am Start. Neben Wahlprogramm, Veranstaltungen und Kandidatenvorstellung, setzt das Gratis-Programm auf Klamauk. „Als großes Feature spricht unter der Rubrik ,Best of Frank‘ Frank Stronach höchstpersönlich zu euch und euren Freunden – und zwar so oft ihr wollt“, ist in der Beschreibung zu lesen. Sprüche wie „irgendetwas stimmt nicht in Österreich“ oder „wir tun einen Samen rein“ enthält das Programm.

SPÖ, FPÖ und die Grünen setzen auf Facebook. So hat etwa Sepp Leitner (SPÖ) 4105 virtuelle Freunde. Madeleine Petrovic von den Grünen gefällt 3555 Usern. „Unsere Funktionäre kümmern sich selbst um ihren Facebook-Auftritt“, hält die Grüne Pressesprecherin Laura Weichselbaum fest.

Auf der Videoplattform YouTube sind die Freiheitlichen präsent. Knapp 80.000-mal wurden die Clips von Spitzenkandidatin Barbara Rosenkranz aufgerufen.

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