NÖ Landesausstellung "Welt in Bewegung"

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Chronik | Niederösterreich
05/24/2019

Landesausstellung: Besucherzahlen ein gut gehütetes Geheimnis

In der Wiener Neustädter Innenstadt ist man mit den positiven Effekten der Landesschau durchaus zufrieden.

Es ist wohl eine der meistgestellten Fragen in Wiener Neustadt. Wie läuft eigentlich die Landesausstellung? Wenn man diese Frage den Verantwortlichen im Rathaus oder dem Pressesprecher der NÖ Landesausstellung, Klaus Kerstinger, stellt, bekommt man eine wenig überraschende Antwort: „Ausgezeichnet“. Aktuelle Besucherzahlen werden jedoch nicht in die Öffentlichkeit getragen. „Das ist schon immer unsere Philosophie. Nur bei Jubiläen, wie zum Beispiel dem 100.000 Besucher, wird etwas bekannt gegeben. Wir sind mit der Entwicklung aber überaus zufrieden“, sagt Kerstinger.

300.000 Besucher

Bei der Landesausstellung 2017 in Pöggstall wurden an 226 Ausstellungstagen 228.501 Besucher gezählt. Allerdings auf einer Ausstellungsfläche von 850 Quadratmetern. In Wiener Neustadt sind es alleine in den Kasematten und in St. Peter an der Sperr 3300 Quadratmeter. Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP), der die Landesausstellung als Trägerrakete für die Jahre danach sieht, hat sich 300.000 Besucher als vorsichtiges Ziel gesteckt.

Deutlich spürbar ist die Landesausstellung vor allem in der Innenstadt. Die Besucher, die zwischen den einzelnen Schauplätzen pendeln, bevölkern auch die City. „Wir haben laufend sehr viele Reservierungen und vor allem Busreisende, die zu uns zum Essen kommen“, heißt es aus dem Gasthaus „Weißes Rössl“ am Hauptplatz.

Die Gastronomiebetriebe am Marienmarkt haben sich dazu verpflichtet, während der Landesausstellung ihre Betriebe auch an den Sonn- und Feiertagen offen zu halten. Wegen der Feiertagszuschläge für die Mitarbeiter sorgte dies jedoch nicht überall für Begeisterung. Mittlerweile müssen die Lokale am Sonntag nicht mehr bis zum Abend geöffnet haben, man hat sich auf eine Kernzeit zwischen 11 und 16 Uhr geeinigt. „Leider hat das Wetter uns bis jetzt einige Male einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wenn es schön war, hat das Geschäft gepasst“, sagt Wolfgang Wilczek von der „Würstl Boutique“ am Marienmarkt.

Das Wetter war auch für Michael Doci vom Restaurant Luigi am Hauptplatz bisher ein Spielverderber. „Es kommen viele Gäste der Landesausstellung zu uns. Der Aufschwung ist spürbar. Weil der Schanigarten aber bisher nicht geöffnet war, fehlt es uns noch an Laufkundschaft.“

Vollauf zufrieden ist man im neu errichteten Hilton-Hotel im Stadtpark. „Wir haben seit 3 Monaten geöffnet und hatten mit unseren 133 Zimmern mehrmals über 90 Prozent Auslastung und waren einige Male ausgebucht. Dank des Engagements der Stadt und der Landesausstellung läuft vor allem der Seminarbereich sehr gut. Die Ausstellung hat dazu beigetragen, die Stadt in den Fokus zu rücken und als Seminar- und Event-Location attraktiv zu machen“, sagt Hilton-Direktor Michael Seitz.