Chronik Niederösterreich
12/14/2019

KURIER-Telefonsprechstunde: Kummernummer bei der Landeschefin

Die KURIER-Leser bewegten die Themen Umweltschutz, Verkehr oder auch Kinderbetreuung

Dass die Landeshauptfrau persönlich das Telefon abnahm, war für den KURIER-Leser überraschend. „Sie sprechen mit ihr. Leibhaftig“, versicherte Johanna Mikl-Leitner und lachte.

Freitagmittag stellte sich die ÖVP-Landeschefin wieder der traditionellen KURIER-Telefonsprechstunde. Und der Anrufer aus Kledering bei Schwechat hatte gleich ein ernstes Anliegen: Seit Jahren würden die Lkw des nahen Simmeringer Betriebsgebiets das Fahrverbot in der Gärtnergasse ignorieren. Bezirkshauptmannschaft und Stadt würden nur auf die Polizei verweisen. „Bis zu 2.000 Fahrzeuge werden gezählt. Das ist für uns gefährlich.“ Mikl-Leitner versprach, sich das anzusehen.

Knapp 20 Niederösterreicher ließen sich die Möglichkeit, ihre Anliegen bei der Landeshauptfrau persönlich zu deponieren, nicht entgehen. Vor allem eine geplante Baurestmassendeponie in Breitensee ließ die Menschen zum Hörer greifen. So wie Josef Reiter, Bürgermeister der Nachbargemeinde Engelhartstetten, der eine Verkehrszunahme befürchtet. Mikl-Leitner sagte zu, sich der Sache anzunehmen: „Wir melden uns zuverlässig bei dir. Tollen Wahlkampf.“ Parteikolleginnen aus Traismauer kontaktierten die Landeshauptfrau ebenfalls. Ihnen ging es um den Neubau eines Kindergartens.


"Gesegnetes Weihnachtsfest"

Mitglieder der Flüchtlingsinitiative „ZusammenHalt“ versuchten mehrfach, Mikl-Leitner zu erwischen. Ihnen ging es um einen Termin mit der Landeshauptfrau.

Das Thema Umweltschutz wiederum bewegte eine Anruferin aus Groß Sierning. Sie wollte wissen, warum man Firmen nicht verpflichten könne, Fotovoltaik-Anlagen auf ihren Gebäuden zu errichten. Hier gab es gleich eine gute Nachricht: Das sei in Arbeit, versicherte Mikl-Leitner. Die Raumordnung soll das künftig vorschreiben. „Da sind wir gerade dabei, die Grundlagen vorzubereiten.“

Ein Leser aus Emmersdorf wiederum hofft auf die Beleuchtung der Donaubrücke. Die ÖVP-Landeschefin versprach, sich nächste Woche zu melden. „Ich wünsche ein gesegnetes Weihnachtsfest. Gesund bleiben, alles Liebe“, verabschiedete sie sich – um sofort wieder den Hörer abzuheben.

Auch Komplimente durften nicht fehlen, die für ihre politische Arbeit, aber auch für ihre Frisur ausgesprochen wurden. Hilfe bei der Finanzierung von Katzenfutter für Streuner, bei beruflichen und sogar bei gesundheitlichen Problemen erhofften sich die Anrufer ebenso.