Kriminelle stahlen drei Tonnen Solarpaneele aus Energiepark

Der Fotovoltaik-Park in Guntramsdorf © Bild: Wien Energie

160 Module aus Fotovoltaik-Park der Wien-Energie in Guntramsdorf gestohlen. Der Schaden beträgt an die 40.000 Euro.

Einen ungewöhnlichen Coup landeten Kriminelle in der Nacht auf Mittwoch im Fotovoltaik-Energiepark in Guntramsdorf. Sie brachen in das Areal der Wien-Energie ein und demontierten 160 Solarpaneele. Wie sie sich so schnell mit dem mehr als drei Tonnen schweren Diebesgut aus dem Staub machen konnten, ist nun Gegenstand von Ermittlungen.

Das Gelände ist eines der größten Fotovoltaik-Freiflächen Österreichs. Auf dem Areal – es ist so groß wie sechs Fußballfelder – wird Ökostrom für etwa 800 Haushalte erzeugt. Das sind in etwa zwanzig Prozent der Guntramsdorfer Haushalte. Insgesamt 8136 Solarpaneele stehen auf dem riesigen Freigelände in Reih und Glied.

In der Nacht auf Mittwoch ist es jedoch unbekannten Tätern gelungen, unbemerkt in das eingezäunte Areal einzudringen.

Handarbeit

Sie haben anschließend in mühevoller Handarbeit insgesamt 160 Fotovoltaik-Paneele abgeschraubt. Jedes der Paneele wiegt mehr als 20 Kilogramm und ist 1,6 Meter lang. Für den Abtransport der tonnenschweren Fracht muss ein Lkw bereitgestanden sein. Die Spuren Vorort werden nun von der Polizei ausgewertet. Der entstandene Schaden wird mit etwa 40.000 Euro beziffert.

Die Wien Energie ist mit 120 Anlagen Österreichs größter Solaranlagen-Betreiber. Wie beispielsweise Kupferkabel seien auch Fotovoltaik-Paneele beliebtes Diebesgut für den Schwarzmarkt, erklärt Wien Energie-Sprecherin Lisa Grohs. „Wir waren bis jetzt vier Mal von solchen Diebstählen betroffen. Wien Energie setzt seit Jahren Vorkehrungsmaßnahmen wie Kameraüberwachung und Alarmsysteme ein. Vollständig vermeiden lassen sich diese Ereignisse jedoch nicht“, erklärt Grohs.

Patrick wammerl

( kurier.at ) Erstellt am 25.04.2018