Kinder mit Spaß in Bewegung bringen

© Bild: Laufinitiative 2020/ Thomas Polster

Mit der Laufinitiative 2020 sollen Volksschüler spielerisch zum Sport gebracht werden.

Bereits vor 15 Jahren gab es die Idee, ein Laufprogramm für Schulkinder zu starten. Federführend war dabei der ehemalige Landtagsabgeordnete Walter Naderer: „Ich erkannte, dass es einen Zusammenhang zwischen Übergewicht, nachlassendem Bewegungsdrang und den zunehmenden Fehlstellungen der Knochen, wie zum Beispiel X-Beine, gab.“

Zeitgleich gab es einen wahren Aufschwung im Breitenlaufsport. Immer mehr Lauf-Events wurden organisiert, und auch Kinderläufe mit Distanzen von bis zu 1200 Metern waren dabei. Hier galt es, eine Kombination zu finden, wie Naderer meint. Anfänglich gab es Schwierigkeiten, das Projekt in ganz Niederösterreich auszurollen. Ein offenes Ohr für die Idee hatte Markus Gschwendtner. Er ist der Obmann des Lauf- und Radsportvereins (LURS) in Maissau im Bezirk Hollabrunn.

Regional

Er und Naderer waren es, die dieses Projekt mit den Volksschulen rund um Maissau starteten. „Wir haben die Schulen besucht und das Lauftraining dort aufgezogen. Dieses Training darf mehr als Laufspiel verstanden werden, denn es geht neben dem sportlichen Aspekt auch um das Bewusstsein für die Natur und für Dinge, die zum Allgemeinwissen gehören“, erzählt Naderer.

Den ersten Hype erreichte die Initiative 2013 bei den Kinderläufen des Maissauer Stadtlaufs, wo bereits mehr als 300 Kinder am Start waren. Naderer und Gschwendtner weiteten das Programm auf die Bezirke Horn, Korneuburg, Tulln und Hollabrunn aus. Nach sechs Schulen im Jahr 2013 waren es 2017 bereits 32 Schulen, die teilnahmen.

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© Bild: Laufinitiative 2020

Zukunft

Das Projekt läuft erfolgreich. Nun soll die Initiative aber weiter ausgebaut werden. Ein flächendeckendes Angebot im ganzen Bundesland wäre das Ziel der beiden Initiatoren.

Naderer nimmt hierfür die Politik in die Pflicht: „Für mich ist eine Ausweitung auf ganz NÖ nur eine Frage des Wollens und der Finanzmittel. Hier braucht es einen Schulterschluss der Landespolitik mit den Sozialversicherungen. Denn immerhin stellt dieses Programm eine effiziente Gesundheitsvorsorge dar.“

( kurier.at , kk ) Erstellt am 11.05.2018