Keine Straßennamen für Ex-Bürgermeister

Ein Mann überquert einen gepflasterten Platz mit Bänken und Blumenbeeten.
Bürgermeister Peter Eisenschenk zieht seinen Antrag zurück.

Dass die Wogen in der Stadt wegen des Vorstoßes von Bürgermeister Peter Eisenschenk (TVP) so hoch gehen, damit hat in Tulln wohl niemand gerechnet. Am wenigsten aber der Bürgermeister selbst.

Wie berichtet, wollte Eisenschenk zu Ehren der beiden ehemaligen Bürgermeister Edwin Pircher und Willi Stift die Donaulände und den Rathausplatz umbenennen Und zwar in Edwin-Pircher-Promenade und Willi-Stift-Platz. Doch damit hatte die Opposition, allen voran Ludwig Buchinger von der Liste TOP Tulln, so gar keine Freude. Buchinger argumentierte mit den Kosten, die den Bürgern wegen der Umbenennungen anfallen würden. Und der Zeitraum für die Umbenennungen sei lediglich durch die anstehende Gemeinderatswahl am 25. Jänner begründet.

Doch jetzt sind die geplanten Umbenennungen vorerst vom Tisch. Bürgermeister Peter Eisenschenk erklärte, den Antrag auf Umbenennung in der heutigen Gemeinderatssitzung zurückzuziehen. Und zwar den gesamten Antrag, also beide Umbenennungen. Damit, so Eisenschenk, wolle er "das unwürdige Schauspiel der Opposition" beenden. Eisenschenks Entscheidung ist allerdings jene von Edwin Pircher vorangegangen. Denn der Ex-Bürgermeister hatte in einem Brief an Eisenschenk erklärt, auf eine derartige Ehrung zu verzichten. "Nachdem die Umbenennung nicht von allen Fraktionen getragen wird, ist das nicht in meinem Sinne", erklärte Pircher gegenüber dem KURIER. Ex-Bürgermeister Willi Stift wollte sich zu der Causa nicht mehr äußern.

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