Chronik | Niederösterreich
03.12.2018

Katzenkind "Marie" auf Rastplatz ausgesetzt

Ein Autofahrer hörte das klägliche Miauen und brachte das Kätzchen zum Wiener Tierschutzhaus.

Einem aufmerksamen Autofahrer verdankt Kätzchen "Marie" ihr Leben. Der Mann entdeckte das Tier vor wenigen Tagen bei Minusgraden auf einem Rastplatz bei Maria Ellend, Bezirk Bruck/Leitha und brachte es ins Tierschutzhaus nach Vösendorf. Dort wird das Kätzchen nun aufgepäppelt.

Der Lenker hatte kurz Pause gemacht, als er bei der Rückkehr zu seinem Auto plötzlich ein klägliches Miauen hörte. Er sah sich daraufhin auf dem Rastplatz um und entdeckte einen Bananenkarton, in dem das Katzenkind steckte. Der Mann nahm das völlig verdreckte Tier mit nach Hause, säuberte es und wollte es zuerst selbst groß ziehen. Schließlich brachte er es doch zum Wiener Tierschutzverein (WTV) nach Vösendorf.

Die WTV-Tierärzte untersuchten das Kätzchen, dem sie in Anlehnung an den Fundort, den Namen Marie gaben. Bis auf Wurm- und Flohbefall, wie er bei Jungtieren üblich ist, wurden keine Beschwerden festgestellt.

„Leider muss man immer wieder daran erinnern: Ein Tier einfach seinem Schicksal zu überlassen, ist menschlich absolut verwerflich und noch dazu strafbar. Wir danken dem Finder jedenfalls sehr herzlich. Er hat ein Tierleben gerettet“, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

"Marie" ist mittlerweile sehr verschmust. Das Tier, das Schätzungen zufolge im September geboren wurde, kann nach Ablauf der gesetzlichen Fristen zu liebevollen Menschen ziehen.

Angaben zum Vergabezeitpunkt gibt es nicht. Auch eine Reservierung ist nicht möglich.