Chronik Niederösterreich
09/17/2012

Käufer gestohlener Habsburg Schätze wegen Zweifels frei

Prozess – Das wertvolle „St. Andreas“-Ordensset, das bei einem der spektakulärsten Einbruchsserien Niederösterreichs aus dem Jagdhaus von Karl Habsburg-Lothringen in Türnitz gestohlen wurde, beschäftigte gestern erneut das St. Pöltner Landesgericht.

Nachdem die Diebe bereits im vergangenen Jahr verurteilt wurden, mussten sich gestern zwei Antiquitätenhändler vor Richter Slavomir Wiaderek verantworten. Der Oberösterreicher Michael S., der wiederholt Gegenstände aus der Diebesbeute kaufte und sein deutscher Geschäftspartner Michael D., der sich allein für den „St. Andreas“-Orden interessierte und ihn für 60.000 Euro von dem Pärchen erwarb, wurden wegen Hehlerei angeklagt.

Ob Ihnen die Erklärung der Diebe, sie hätten eine Kiste mit derart wertvollen Gegenständen auf dem Sperrmüll gefunden, nicht komisch erschien, fragte der Richter. „Absolut nicht. Das war die Geschichte des Jahres und völlig glaubhaft“, war die Antwort der beiden Angeklagten. So etwas käme öfter vor. Und auch, dass man sich auf einem Parkplatz des St. Pöltner Einkaufszentrums Traisenpark traf, um das Geschäft abzuwickeln und 100.000 Euro in bar die Besitzer wechselten, sei in der Branche üblich.

Vor allem der 43-jährige Hauptangeklagte konnte den Richter nur schwer von seiner Unschuld überzeugen. Während Michael D. sofort freigesprochen wurde, hieß es beim Oberösterreicher „im Zweifel für den Angeklagten“. Denn der verurteilte Dieb mochte von seiner früheren Aussage, dem Hauptangeklagten vom Diebesgut erzählt zu haben, gestern nichts mehr wissen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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