Chronik | Niederösterreich
12.10.2018

Kälte und Schnee erschweren den Weg nach Patagonien

Michael Strasser kämpft mit der Witterung und gegen den Schlafmangel nach Ruhestörung.

An Tag 77 hatten Michael Strasser und sein Team erstmals Pech in Sachen Nachtruhe. Durch starken Regen und Schnee gebremst, entschied sich das Team, auf einem Lkw-Stellplatz zu übernachten. Doch in den späten Abendstunden wurden Strasser und seine Mitstreiter von dort vertrieben. „Wir haben versucht, ihnen zu erklären, warum wir da waren, aber sie waren unnachgiebig“, erklärt der Extremsportler.

Auf seinem Weg nach Patagonien wird das Wetter langsam aber sicher wieder ungemütlich. Ähnlich wie schon zu Beginn der Reise in Alaska, wechseln sich Regen und Schnee ab. Die Kälte macht dem Radfahrer ebenfalls zu schaffen. „Jeder, der schon einmal im Winter komplett durchnässt Rad gefahren ist, weiß, wie hart die Etappe an Tag 78 war. Nach acht Stunden hatte ich einfach keine Energie mehr und war so durchgefroren, dass wir ein bisschen früher aufgehört haben.“

Essen & Trinken

Durch die Nässe muss sich Strasser ständig umziehen. Das kostet nicht nur Kraft, sondern auch Zeit. Probleme hat der Extremsportler auch in Sachen Nahrungsaufnahme. „Ein fehlendes Durstgefühl bei permanentem Regen bedeutet nicht, dass ich bei diesen Bedingungen weniger Flüssigkeit brauche.“

Strasser ist nun auf der Zielgerade seiner Ice2Ice-Challenge. Denn am Montag überquerte der Radsportler seine letzte Landesgrenze nach Argentinien.