Haslauerhof ist NÖ-Top Wirt 2009

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Foto: dpa

Der Retzbacherhof gewann die Kategorie Aufsteiger und das "Goldene Schiff" wurde Einsteiger des Jahres.


Unter den Betrieben der "Niederösterreichischen Wirtshauskultur" wurde Montagabend der "Top Wirt" geehrt: Über diesen Titel darf sich Roland Lukesch vom Hauslauerhof im Donau-Nationalpark freuen.

Der Retzbacherhof in Unterretzbach wurde zum "Aufsteiger des Jahres" und die Gastwirtschaft "Goldenes Schiff" in Tulln zum "Einsteiger des Jahres" gekürt. Die Ehrung fand unter dem Titel "Ein Fest für Wirte" in der Babenbergerhalle in Klosterneuburg statt.

"Die im Jahr 1994 ins Leben gerufene NÖ Wirtshauskultur ist mittlerweile ein Markenzeichen des Landes geworden", betonte Landesrätin Petra Bohuslav. Über 270 niederösterreichische Wirtshäuser, vom einfachen Landgasthaus bis zum Hauben gekrönten Top-Wirt, seien bereits Mitglied der Qualitätsvereinigung. Diese Wirtshäuser stünden nicht nur für eine regionale und traditionelle Küche, sondern auch für Qualität und eine bodenständige und ehrliche Gastlichkeit, so die Landesrätin.

Als "Top Wirt" wurden jene 49 Wirtshäuser ausgezeichnet, die sich im abgelaufenen Jahr ganz besonders der Pflege und Verfeinerung der Wirtshauskultur in Niederösterreich verdient gemacht haben. Top-Wirt-Sieger, Aufsteiger und Einsteiger werden alljährlich in anonym durchgeführten Tests von einer unabhängigen Jury gewählt. Mitgliedsbetriebe der NÖ Wirtshauskultur erkennt man am grünen Wirtshauskultur-Schild. Auf die Auszeichnung "Top Wirt" weist zusätzlich ein roter Aufkleber hin.

Der Haslauerhof

Seit 1992 betreibt Familie Lukesch den Haslauerhof, und seit dem Jahr 2000 zeichnet Roland Lukesch für den Stil des Wirtshauses verantwortlich. Roland Lukesch zählt zur Spezies der kochenden Wirte, wofür er sich das Fachwissen unter anderem beim großen Koch-Doyen Werner Matt im Wiener Hilton Plaza oder im Hotel Marriot aneignen konnte. Seine Küchenlinie ist deutlich von der Region geprägt. Was in den Auen springt und hopst, schwimmt und fliegt, das findet sich im Hauslauerhof auf der Karte. Neben ausgezeichneten Verbindungen zur regionalen Jägerschaft, die ihn mit Delikatessen vom Mufflon bis zum Auhirsch und vom Fasan bis zur Schnepfe versorgt, sind es zum Teil auch Lukeschs eigene Fischzüge in der Donau, die das kulinarische Angebot verbreitern. Karpfen, Hecht und Zander werden von ihm an Land gezogen und in die Küche getragen, aber auch scheinbar unedlere Fische wie Karausche, Brachse, Nase und Döbel, die man in kaum einem anderen Wirtshaus bekommt, verschmäht Lukesch nicht und bereitet aus ihnen beispielsweise Donaufischerdäpfelpuffer zu.

(KURIER) Erstellt am
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