Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

"Halbes EVN-Windrad" für Bürgermeisterin

Prottes

Seit Tagen hält sich in Prottes (Bezirk Gänserndorf) hartnäckig das Gerücht, dass auf Grundstücken, die im Miteigentum von Bürgermeisterin Christa Eichinger (VP) stehen, bis zu vier Windkraftanlagen aufgestellt werden. Da jeder Grundeigentümer von der EVN pro Windrad jährlich 6500 Euro erhält, bekam das Gerücht stets neue Nahrung. Vor allem der Umstand, dass Prottes nicht wie die Nachbargemeinde Angern die Bürger befragte, sondern lediglich im Gemeinderat einstimmig sich für die Errichtung des Windparks auf Privatgrund entschied, regte die Fantasie an.

Der KURIER bat daher Bürgermeisterin Christa Eichinger zu den Vorhaltungen Stellung zu nehmen, was sie prompt tat: "Der Gemeinderat hat bereits am 17. Dezember 2010 der EVN gestattet, auf unserem Gemeindegebiet einen Windpark zu errichten. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, wo die Windräder aufgestellt werden. Die EVN ist jetzt dabei, mit den Grundeigentümern zu verhandeln. Auch mit meiner Familie wurden Gespräche geführt. Lediglich ein Windrad könnte zu 50 Prozent auf einem unserer Äcker errichtet werden. Die anderen 50 Prozent trifft einen Grundeigentümer aus Gänserndorf. Wir haben bis dato noch nicht unterschrieben. Ob unser Nachbar bereits unterschrieben hat, weiß ich nicht."