Warten auf den Turnsaal

Eine Frau steht vor einer Wand mit Graffiti und breitet ihre Arme aus.
Immer wieder wurde den Schülern ein Turnsaal versprochen. Und so wie es aussieht, werden ihn manche Schüler gar nicht mehr erleben.

„2014.“ „2015.“ „2016.“ „Ich weiß es nicht.“ Das waren gestern Vormittag die Antworten von Schülern des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums in Groß-Enzersdorf, auf die vom KURIER gestellte Frage, wann sie denn endlich einen Turnsaal zur Verfügung gestellt bekommen werden.

Konkretere Angaben konnte da schon der Direktor der Groß-Enzersdorfer Expositur des Konrad-Lorenz-Gymnasiums in Gänserndorf, Manfred Windisch, machen: „Baubeginn soll 2014 sein. Mit der Fertigstellung des Turnsaals ist im Herbst 2015 zu rechnen.“ Ob er das schriftlich habe, wollte der KURIER wissen. Windisch: „Schriftlich habe ich es nicht. Die Termine wurden mir mündlich vom niederösterreichischen Landesschulrat und von einer Baufirma mitgeteilt.

Als Eltern und Schüler zu Schulbeginn am Mittwoch erfuhren, dass es in absehbarer Zeit wieder nichts mit einem Turnsaal wird, war dicke Luft in der Aula.

„Die für die Schulpolitik zuständigen Politiker in der Bundesregierung sind Nudelaugen. Es kann doch nicht sein, dass 560 Schüler, wenn sie Turnunterricht nehmen möchten, entweder mit dem Bus in das Hallenbad nach Gänserndorf oder in einen Turnsaal nach Oberhausen fahren müssen“, ärgert sich Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger (Grüne). Den Plan, alte Garagen (Bild) während der Unterrichtszeit abzureißen, wo man doch schon fünf Jahre lang dafür in den Sommerferien Zeit gehabt hätte, um Platz für den Turnsaal zu machen, sei Schwachsinn.

Laut Enzinger sei der Elternverein der Schule durch den Umstand, dass dort auch Lehrer vertreten sind, „wenig schlagkräftig“.

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